Nach dem Kampf … Interview mit Robert Tlatlik

Auch in der Nachschau zu dem Event am Samstag haben wir unsere drei Kämpfer wieder interviewt und wollten von Ihnen wissen, wie sie es erlebt haben und ihre eigenen Kämpfe so gelaufen sind. Wir beginnen mit Robert Tlatlik, der am Samstag den Titel des Deutschen Meisters im Superleichtgewicht des BDB gewonnen hat:

Robert, wie fühlst Du Dich vor Deinen Kämpfen?

Robert nach dem Sieg mit seinem Trainer Stefan Freudenreich

Robert nach dem Sieg mit seinem Trainer Stefan Freudenreich

Oh, das ist von Kampf zu Kampf unterschiedlich, aber mittlerweile weiß man ja, was auf einen zukommt. Die Zeit kurz vor dem Kampf ist eher unspektakulär, ich schlafe etwas in der Kabine während der Wartezeit und versuche mich, zu entspannen. Glücklicherweise gab es am Samstag eine klare zuvor festgelegte zeitliche Abfolge. Man weiß daher genau, wann man dran ist. Ich habe mir noch die Kämpfe vor mir angesehen und bin dann langsam in die Kabine gegangen. Der Unterschied dieses Mal war, dass der gegnerische Trainer sich in der gleichen Kabine aufhielt und sich angeschaut hat, wie die Bandagen gewickelt wurden. Da es sich bei mir um einen Titelkampf handelte, kam zudem ein Delegierter vom BDB (= Bund Deutscher Berufsboxer) vorbei und zeichnete die Bandagen ab, d.h. diese werden an mehreren Stellen unterschrieben vom ihm, so dass sie nachträglich nicht mehr verändert werden können.

Weshalb wird dies so gemacht bei den Bandagen?

Robert mit Frank Rose, Heilpraktiker aus Düsseldorf

Robert mit Frank Rose, Heilpraktiker aus Düsseldorf

Na ja, sie schauen, dass man z.B. kein Hufeisen mit einwickelt (lacht), nein im Ernst, es gibt gewisse Regeln, man darf beispielsweise nicht auf nackter Haut tappen und insbesondere die Schlagflächen dürfen nicht getappt werden, dort müssen als erste Schicht Mullbinden drauf. Ich vermute, die Hand würde ansonsten härter, zumindest an der Schlagfläche auf den Knöcheln. Insofern wird aufgepasst, dass die Regeln eingehalten werden durch die Delegierten. Diese zeichnen auch ab, wenn die Handschuhe geschlossen werden vor dem Kampf. Sie dürfen danach nicht mehr geöffnet werden. Natürlich darf man auch keine eigenen Handschuhe benutzen. Dies läuft folgendermaßen ab: am morgen vor dem Kampf werden die jeweils passenden Handschuhe für den jeweiligen Kämpfer ausgewählt, dieser kann sie dann anprobieren etc. und im Anschluss werden die Handschuhe dem Delegierten vom BDB mitgegeben und erst direkt vor dem Kampf am Abend wieder an den Boxer herausgegeben, so dass diese auf gar keinen Fall in irgendeiner Weise manipuliert werden können. Die Handschuhe sind daher immer neu und ungebraucht und sitzen schön eng, das ist meines Erachtens ein großer Vorteil, auch die Qualität war am Samstag gut. Die eigenen Handschuhe sind ja vom jahrelangen Training meist ohnehin schon völlig „weich“ geboxt, diese zu benutzen hätte daher auch unter dem Blickwinkel der Eingewöhnung meiner Meinung nach keinen Sinn.

Nach diesem Prozedere habe ich mich in der Kabine warm gemacht und noch anhand von ein paar Übungen mit meinem Trainer Stefan Freudenreich auf den Kampf vorbereitet, bis ich schließlich aufgerufen wurde und dann war es auch schon soweit!

Bist Du vor dem Kampf aufgeregt gewesen?

Einzug in den Ring, Stefan Freudenreich

Einzug in den Ring, Stefan Freudenreich

Nein, ich bin ehrlich gesagt nicht mehr aufgeregt vorher. Ich habe schon über 100 Kämpfe in meinem Leben bestritten, man gewöhnt sich daran, vor allem an die schönen Dinge, an die tolle Atmosphäre und vor allem wie am Samstag daran, vor einer derartigen Kulisse zu kämpfen. Das passiert natürlich nicht alle Tage. Bei einem Kampf von Klitschko handelt es sich europaweit immer um die größten Veranstaltungen im Boxbereich, das zeigt sich schon an der Größe des Stadions. Die Esprit-Arena wird eigentlich als Fußballstadion genutzt, es war zudem alles von vorne bis hinten durchorganisiert und geplant. Es sind dort zig Leute vor Ort, die dies alles organisieren und verantwortlich dafür sind, dass es reibungslos läuft. Und aufgrund dessen funktioniert dann auch alles „wie geschmiert“. Unten ist stets ein VIP Bereich mit allerlei Prominenten, Schauspielern etc. die man aus dem Fernsehen oder Kino kennt, Axel Schulz moderiert in der Regel und dieses Mal ist noch Rod Stewart aufgetreten und im Anschluss saß er selbst dort unten am Ring und hat zugeschaut.

Wie war der Kampf selbst?

Während des Kampfes mit Said Rahimi

Während des Kampfes mit Said Rahimi

Der Kampf war gut, ich bin wirklich zufrieden. Natürlich habe ich mir diesen im Nachhinein in der Aufzeichnung noch einige Male kritisch angeschaut und selbstverständlich sieht man selbst immer noch an der ein oder anderen Stelle Verbesserungspotential und findet etwas, was man noch besser hätte machen können. Aber insgesamt ist der Kampf schon sehr gut gelaufen, ich habe mich von Runde zu Runde etabliert, 2 Runden habe ich zwar an meinen Gegner abgegeben, aber in der 3. Runde habe ich meinen Gegner bereits so angeschlagen, dass er angezählt wurde. Der Kampf war auf 10 Runden angesetzt, jedoch hat der Ringrichter den Kampf schließlich in der letzten Runde abgebrochen wegen TKO, das heißt „Technisches KO“. Dies bedeutet, dass der Gegner nicht mehr kann und es abzusehen ist für den Ringrichter, dass dieser quasi „fertig“ ist. Mein Gegner war schon ganz wacklig auf den Beinen, es war deutlich erkennbar, dass dieser nicht mehr weiter boxen können würde und sich auch nicht mehr gegen mich würde wehren können. Ein technisches KO sprechen die Ringrichter heutzutage überwiegend aus gesundheitlichen Gründen für den Unterlegenen aus. Es muss nicht mehr ein ganz schweres KO erzielt werden, wie in alten Zeiten.

Der Trainer fiebert mit!

Der Trainer fiebert mit + Cutman Vincent Van Popp kniet davor in Startposition …

So ein technisches KO wird aufgrund der subjektiven Einschätzung des amtierenden Ringrichters ausgesprochen. Dieser hat das Wort und trifft die Entscheidungen, er ist am nächsten dran und wenn er sieht, dass der Unterlegene nicht mehr kann, hat er das Recht, ihn aus dem Kampf rauszunehmen, damit dieser keine unnötigen Schläge mehr kassieren muss. Natürlich würde man selbst als voraussichtlicher Sieger meistens gerne noch etwas weiter kämpfen, um einen eindeutige Sieg für das Publikum zu erringen. Aber diese Entscheidungen sind schon vernünftig. Und selbstverständlich sind die Entscheidungen der Ringrichter nicht willkürlich, sondern diese haben genug Routine und Kampferfahrungen, um sie treffen zu können. Auch werden diese im Nachhinein nochmals kontrolliert und der ein oder andere hat „ein Auge darauf“.

Was sagst Du zu Deinem Gegner?

Gewonnen!

Gewonnen … mit Referee Jürgen Langos!

Said Rahimi war mir völlig unbekannt vorher, ich habe ihn „live“ das erste Mal auf der Waage gesehen. Aber nach dem Kampf haben wir uns noch ganz nett unterhalten, er scheint ein netter Typ zu sein und machte einen sehr freundlichen und sympathischen Eindruck. Auf der Waage habe ich gleich gesehen, dass dieser vom Körperbau her ziemlich durchtrainiert aussah, man nennt dies „trocken“ vom Körper her, d.h. man konnte die Bauchmuskulatur etc. deutlich hervortreten sehen, er hat einen sehr definierten Körper im Gegensatz zu mir jedenfalls (lacht wieder), was für das Boxen eher untypisch ist. Zumindest kommt es glücklicherweise nicht darauf an, sondern darauf wer am besten boxt!

Vor dem Kampf gibt es in der Regel kein näheres Kennenlernen mehr, man sieht sich am Tag vorher morgens beim offiziellen Wiegen, steht sich kurz gegenüber und schaut sich in die Augen beim sogenannten „stare down“, guckt gemeinsam in die Kamera für das Pressefoto und danach sieht man sich erst im Ring wieder zum Kampf. Näherer Kontakt ist zwar vorher nicht verboten, aber es besteht eigentlich kein Interesse daran auf beiden Seiten. Jeder ist für sich und beim Kampf sieht man sich halt wieder!

Was hast Du am Sonntag, dem Tag nach dem Kampf gemacht?

Nach dem Kampf mit Stefan Freudenreich und Jan Christoph Jaszczuk von First Punch

Nach dem Kampf mit Stefan Freudenreich und Jan Christoph Jaszczuk von First Punch

Ich habe erst mal ausgeschlafen, das war sehr schön. Zunächst war ich mit einem guten Freund Kaffee trinken und Kuchen essen, danach war ich natürlich bei meinen Eltern und musste dort nochmal alles vom Kampf am Samstag detailliert erzählen, ansonsten war es sehr entspannt wie immer mit meinen Eltern. Und abends war ich schließlich mit meiner Freundin lecker Steak essen und habe den Abend locker ausklingen lassen. Insgesamt war es daher ein sehr schöner ruhiger Tag.

Robert, wie geht es geht es jetzt weiter?

Zunächst habe ich den Winter über Kampfpause, die Uni steht wieder im Vordergrund, ich muss für zahlreiche Prüfungen lernen. Meinen nächsten Kampf plane ich daher erst wieder im Frühjahr, im März oder April, es gibt noch keine genauen Daten. Grundsätzlich gibt es zwar Wettkampfveranstaltungen schon im Januar oder Februar, aber das muss nicht sein, finde ich. Ich habe gerne über Weihnachten Pause, dann kann ich abschalten, habe ein bisschen Ruhe, um die Vorweihnachtszeit zu genießen. Ich brauche wirklich keinen Kampf am Heilig Abend oder so … apropos … jetzt muss ich auch los, der Weihnachtsmarkt wartet auch mich!

“Ich bedanke mich bei all meinen Sponsoren für die Unterstützung und die Ausstattung (ohne euch wäre das nicht möglich!), meinem Trainer Stefan für die harte Vorbereitungsphase, meinen Trainingspartnern und jedem der mich beim Kampf angefeuert hat und mir die Daumen gedrückt hat.”

Viel Spaß und herzlichen Glückwunsch auch von uns zum errungenen Deutschen Meistertitel im Superleichtgewicht des BDB!

Vorkampf Klitschko – Interview mit Robert Tlatlik

RobertMedallienDas dritte Interview haben wir mit Robert Tlatlik geführt, welcher ebenfalls im Vorkampf zum Klitschko Event am kommenden Samstag zu sehen sein wird. Robert ist 27 Jahre alt, 1,70 m groß und tritt mit einem Kampfgewicht von 63,5 kg, sprich in der Klasse des Superleichtgewichtes an. Er ist amtierender Deutscher Meister bei der GBA in seiner Klasse.

Robert, wie bist Du zum Boxen gekommen?

Eigentlich über einen Freund in der Grundschule, den ich später nach der Schulzeit wieder getroffen habe. Er hat mir von einem Jugendhaus erzählt, wo er öfter zum Boxen hinging und fragte mich, ob ich nicht auch mitkommen wolle. Ich bin der Einladung gefolgt und es hat mir direkt sehr viel Spaß gemacht. Letztlich bin ich sogar alleine weiter dort hingegangen ohne meinen alten Schulfreund. Nach einiger Zeit fragte mich der Trainer, welcher dort lediglich ehrenamtlich nebenbei tätig war, ob ich nicht direkt in den Verein eintreten möchte, den BC Essen Steele. Lustigerweise war mein Bruder Sebastian dort auch schon ohne mein Wissen eingetreten und so hatten wir beide fast gleichzeitig dieselbe Idee!

Da im Jugendhaus ansonsten niemand großartiges Interesse am Boxen hatte, ging ich also in den Verein und intensivierte mein Training, anfangs auf 2-3 mal in der Woche, dann 4 mal und schließlich habe ich sogar täglich trainiert. Ich war damals 14 Jahre alt und habe auch meine ersten Kämpfe bestritten. Ich weiß es noch genau: mein erster Amateurkampf fand im November statt und ich war eigentlich ziemlich erkältet, wollte aber auf keinen Fall den Kampf absagen. So war ich nicht großartig aufgeregt, da ich in erster Linie mit der Erkältung zu kämpfen hatte. Ich war gut vorbereitet und mein Trainer sagte mir, dass der Gegner ohnehin nicht gut sei, den würde ich direkt „weghauen“ seiner Meinung nach. Im Ring habe ich daher sofort „Vollgas“ gegeben und siehe da, in der dritten Runde war bei mir langsam die Luft raus. Ich habe den Kampf trotzdem nach Punkten in der dritten Runde gewonnen. Aber dies war mir eine Lehre, ich sagte mir „Nichts mehr überstürzen zukünftig!“.

Wie ging es weiter mit Deiner Karriere als Boxer, Robert?

Wir sind danach mit dem Verein viel auf sogenannte Sichtungsturniere gefahren, auf denen geschaut wurde, wer so da ist an Gegnern und wer gut gegeneinander kämpfen könnte. Ich habe zunächst die Bezirksmeisterschaften gewonnen für den Bezirk Rhein-Ruhr-Wupper, im Anschluss die Niederrheinmeisterschaft und qualifizierte mich dann für die Westdeutsche Meisterschaft. Bei meiner dortigen Teilnahme habe ich den ersten Kampf gewonnen, bin aber im Finale ausgeschieden: ich wurde also insgesamt zweiter und damit Westdeutscher-Vizemeister! Das war im Jahr 2003, also vor ca. 12 Jahren, also ich noch nicht ganz 15 Jahre alt war.RobertBoxen

Ich habe mich weiter vorbereitet und bin schließlich 5. bei den ersten deutschen Meisterschaften geworden, wo ich wirklich sehr starke Gegner hatte. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich insgesamt 17 Kämpfe bestritten und habe damals nach Punkten verloren. Es folgten zahlreiche Lehrgänge bis zur Teilnahme an der NRW Auswahl sowie der Niederrheinauswahl, Vergleichskämpfe mit Gegnern aus verschiedenen anderen Bezirken, auch international in Polen oder Holland beispielsweise.

Dann bin ich wieder bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften angetreten, diesmal für Heidelberg in der Oberliga. Heidelberg war zu der Zeit Olympiastützpunkt. Ich war noch nicht volljährig und daher war dies damals noch etwas Besonderes in dem Alter, ich musste eine Einverständniserklärung meiner Eltern beibringen sowie ein Gutachten vom Arzt etc. Das klappte aber alles und so machte ich erste Liga-Erfahrungen, dann in der 2. Bundesliga, danach weiter in die 1. Bundesliga. Mit dem Verein in Velbert war ich einige Jahre am Stück hintereinander Deutscher Mannschaftsmeister – ich bin dies 2-3 Mal geworden – es war quasi zur Blütezeit des Vereins, Velbert war zu der Zeit sehr bekannt. Eine Saison lang wurde ich schließlich sogar an den Kölner Verein ausgeliehen, um noch mehr Kämpfe bestreiten zu können. Ich machte eine klassische Bundesligakarriere, nahm an Einzelmeisterschaften teil und war in der Nationalmannschaft aufgestellt. Wir reisten nach Russland, England, nahmen u.a. an internationalen Turnieren in Polen teil und vieles mehr. Es war insgesamt eine sehr interessante Zeit, in welcher ich viel herumgereist bin und jede Menge interessante Leute kennengelernt habe.

Weshalb bist Du schließlich von den Amateuren zu den Profis gewechselt?

In der Amateurzeit habe ich irgendwann die Motivation verloren, da dort leider keine Weiterentwicklung mehr möglich war. Es wurden die vor Ort ansässigen Internatsinsassen oder die Sportsoldaten bevorzugt bei der Auswahl für die Olympiamannschaft. Es gab daher keine realistische Chance, sich wirklich zu steigern oder zu verbessern.

Stattdessen hat sich die Möglichkeit ergeben, bei Stefan Freudenreich in Düsseldorf Profi zu werde. Ich habe ihm meine Situation geschildert und wir haben uns augenblicklich gut verstanden. Es hat einfach gepasst, wie man so schön sagt. Im Jahr 2011 habe ich  meinen ersten Profikampf in Essen bestritten im Vorprogramm einer MMA (Mixed Martial Arts) Veranstaltung. Dort bin ich bei meinem Debut gleich böse umgeknickt, ich hatte noch lange Probleme mit dem Knöchel im Nachhinein, habe aber trotzdem bis zum Ende weiter gekämpft und schließlich durch „KO“ gewonnen.

Wir haben mir dann immer neue Gegner gesucht, die ich auch geschlagen habe, die Vorbereitungen wurden intensiver und spezieller, man hat ausdauernder gearbeitet,  es war völlig anders als im Amateurbereich. Ich habe mich quasi „von Kampf zu Kampf gehangelt“, es wurden internationale Gegner eingeladen, die ich immer wieder besiegt habe. Schließlich habe ich um die Deutsche Meisterschaft gekämpft bei der GBA (German Boxing  Association), welche ich ebenfalls gewonnen habe. Ebenso wie jetzt am Samstag, wo es bei meinem Kampf wieder um die Deutsche Meisterschaft geht. Dieses Mal nur in dem ältesten Deutschen Boxverband, dem BDB = Bund Deutscher Berufsboxer aus Norddeutschland, d.h. dem wichtigsten Boxverband schlechthin in Deutschland.

Wie hast Du Dich auf den Kampf am Samstag vorbereitet?

Ich kämpfe am Samstag gegen Said Rahimi. Er ist genauso groß wie ich und 5. in der Rangliste. Er ist bekannt dafür, gerne „drauf zu hauen“. Aber ich bin wie immer gut vorbereitet, ich habe eine wirklich harte Vorbereitungszeit hinter mir und habe ein gutes Gefühl! Ich habe mich seit Wochen „gequält“ und freue mich jetzt einfach, dass ich endlich kämpfen kann! Es ist schon eine Kunst für sich, so auf den Punkt zu trainieren, dass man genau an dem Tag des Kampfes im Bestzustand ist und entsprechend abliefern kann. Das Training macht Spaß, es ist zwar hart, aber es bringt etwas!

Freudenreich ist sehr bekannt in der Düsseldorfer Boxszene, selbst viele ältere Herren haben in ihrer Jugend oft bei ihm trainiert und erzählen davon.

Möchtest Du noch etwas privat zu Dir sagen, Robert?

RobertHutNach dem Abitur habe ich zunächst ein freiwilliges soziales Jahr gemacht und im Anschluss daran  noch ein Jahr im Kasino in Duisburg als Croupier gearbeitet, danach noch ein halbes Jahr als Aushilfe und zeitgleich „angewandte Kognitions- und Medienwissenschaften“ studiert. Den Abschluss als Bachelor mache ich im nächstem Jahr.

Ich bin zwar in Polen geboren, in Oberschlesien, in der Stadt Königshütte. Ich fühle mich aber weder als Pole noch als Oberschlesier, sondern als Deutscher. Ich spreche Deutsch als beste Sprache, meine Eltern kommen beide aus Polen, ich habe die Sprache erst hier gelernt, aber Polnisch kann ich im Endeffekt nur reden, jedoch nicht wirklich schreiben.

Ich habe schon immer in Essen gelebt, wohne dort gerne und habe hier eine schöne Kindheit verbracht.  Im Boxen möchte ich weiterkommen, ansonsten habe ich mich beruflich noch nicht richtig entschieden, die Auswahl ist einfach zu groß.

Mein Onkel lebt seit einigen Jahren in Thailand mit seiner Familie, dort ist alles etwas entspannter als hier. Vermutlich liegt das am Wetter, es ist wärmer dort, das Leben spielt sich vorwiegend draußen ab, auf den Straßen. Den Leuten hier macht ihre Arbeit keinen Spaß, habe ich oft das Gefühl. Man kann dies beobachten, wenn man z.B. frühmorgens mit öffentlichen Verkehrsmitteln fährt: die Menschen sehen unmotiviert aus auf ihrem Weg zur Arbeit, sie lachen nicht oder kaum, sie sind nicht glücklich meiner Meinung nach.

Ich finde es daher schwierig, den richtigen Beruf zu finden. Im Casino zu arbeiten, hat viel Spaß gemacht, ich habe grundsätzlich kein Problem damit, 40 Stunden oder mehr in der Woche zu arbeiten. Nur leider war es ein Nachtjob, daher lebte man leider an der Familie und den Freunden vorbei.

RobertSingapurMeine Hobbys sind vor allem das Reisen, dafür spare ich hauptsächlich mein Geld. Es muss immer möglichst weit weg gehen, damit ich neue Kulturen kennenlerne und viele neue Eindrücke etc. gewinnen kann. Wenn ich zu Hause bin, gehe ich gerne ins Kino. Ich mag alle Richtungen, Action, Science Fiction oder auch Komödien. Mir gefällt dabei besonders die Atmosphäre im Kino, der Geruch nach Popcorn und das Ambiente. Empfehlen kann ich die Lichtburg hier in Essen, sie hat den größten historischen Kinosaal Deutschlands.

Vorkampf Klitschko – Interview mit Patrick Korte

PatrickbearbeitetEinen weiteren Vorkampf beim Klitschko Event nächsten Samstag bestreitet Patrick Korte. Patrick ist ein echtes „Essener Urgestein“. Gebürtig in Essen Borbeck geboren und immer schon in diversen Clubs und Vereinen dort aktiv, ist er im gesamten Stadtgebiet quasi bekannt wie „ein bunter Hund“. Patrik ist 1,89 m groß, 110 kg schwer und 31 Jahre alt.

Patrick, wie bist Du zum Boxen gekommen?

Ich habe im Jahr 1997 den Boxkampf zwischen Mike Tyson und Francois Botha im Fernsehen, damals noch auf Premiere gesehen. Bis dahin hatte ich diverse Kampfsportarten ausgeübt,  wie beispielsweise Judo oder Taekwondo. Aber als ich den Kampf im Fernsehen sah, da war für mich klar, ich will unbedingt ausprobieren, zu boxen. In dem Essener Fitnessstudio, in welchem ich zu der Zeit Mitglied war, wurde unter anderem ein Kurs zum Boxen angeboten, also belegte ich diesen. Aber man konnte dort natürlich nicht an richtigen Boxkämpfen teilnehmen. Also meldete ich mich in dem Boxverein in Essen Vogelheim an, wo ich auch Kämpfe machen konnte.

Andererseits war mein Werdegang vielleicht schon viel länger vorgezeichnet, wenn ich so zurückdenke: bereits im Alter von 13 Jahren schenkten mir meine Eltern eine Hantelbank zu Weihnachten. Was sollte ich vor dem Hintergrund noch anderes werden als Boxer?!

Im Jahr 2000 trat ich dem Boxverein bei und hatte im gleich Jahr auch direkt meinen ersten Amateur Boxkampf, im Jahr 2013 habe ich schließlich meinen letzten Amateur Boxkampf gemacht. Ich habe dann bis zum Jahr 2002 aktiv geboxt und danach zunächst eine lange Pause gemacht. Erst im August 2013 habe ich wieder mit dem Boxen angefangen und direkt in dem Jahr im Dezember auch meinen letzten Amateurkampf bestritten. Ich habe mich zu dem Zeitpunkt sofort entschieden, Profi zu werden. Ich hatte bis dahin insgesamt 10 Kämpfe bestritten und davon 7 Kämpfe gewonnen, den letzten im Jahr 2013 natürlich auch. Mein Trainer war durchgängig Franz Stahlschmidt, den ich auch als Gast zu meinen ersten beiden Profikämpfen eingeladen habe.

Die lange Pause zwischendurch bereue ich im nachhinein etwas, denn auch als ich während der Zeit hauptsächlich Bodybuilding etc. gemacht habe, mit dem Herzen war ich immer beim Boxen. PatrickBoxen

Wie kamst Du zum Profi Boxen und weshalb bist Du dorthin gewechselt?

Als ich im Jahr 2013 wieder mit dem Boxen angefangen habe, wusste ich, dass ich unbedingt Profi werden wollte, wenn ich weitermachen würde. Bei den Amateuren gab es einfach keine wirkliche Möglichkeit, vernünftige Kämpfe zu erhalten. Es gab insofern leider keinerlei Perspektive mehr für mich auf eine Weiterentwicklung.  Daher dachte ich, versuch es doch mal bei den Profis. Also nahm ich mit Sebastian Tlatlik Kontakt auf. Sebastian kannte ich noch aus Zeiten des Amateurboxens, ich bin daher auf ihn zugegangen und habe ihn gefragt, ob er mein Trainer und Manager werden könne. Und siehe da, das klappte! Es hat sich relativ schnell etwas getan und jetzt stehe ich da, wo ich bin und bestreite im Vorprogramm zu Klitschko mit dem Trainerteam Sebastian Tlatlik und Frank Rose bereits erfolgreich meinen 3. Profikampf.

Patrick, möchtest Du noch etwas zu Dir privat sagen?

Gerne, also eigentlich bin ich eher ein absoluter Familienmensch. Ich bin verheiratet, habe zwei kleine Kinder, ein sechs Jahre altes und ein drei Monate altes Mädchen. Die Beiden sind mein all und alles, meine Familie ist mir wirklich sehr wichtig.

Jobmäßig bin ich als Sicherheitsfachkraft bei einem größeren Sicherheitsunternehmen beschäftigt und arbeite zudem noch als Personenschützer.

Patrick Korte, Jan Kleen, Sebastian Tlatlik, Frank Rose

Patrick Korte, Jan Kleen, Sebastian Tlatlik, Frank Rose

Da ich zudem sehr verbunden bin mit der Stadt Essen und dort so viele Leute kenne als quasi „Lokalmatador“, würde ich mich in Essen sehr gerne in einem sozialen Projekt engagieren. Einen ersten Schritt haben wir vor einiger Zeit mit Jan Kleen gemacht und seinem Einsatz gegen Mobbing. Aber das richtige Projekt habe ich bisher noch nicht gefunden. Für Vorschläge und Ideen oder Angebote in der Richtung wäre ich daher jederzeit offen!

 

Vorkampf Klitschko – Interview mit Samy Musa

SamyBoxenIm Vorkampf zum Klitschko Event kämpft unter anderem Samy Musa, der bei First Punch Boxpromotion unter Vertrag ist. Wir haben ihm in Hinblick auf seinen Kampf nächsten Samstag ein paar Fragen gestellt:

Samy, wie bist Du zum Boxen gekommen?

Als ich 16 Jahre alt geworden bin, fragte mich mein Vater, „Wie wäre es eigentlich mal mit einem vernünftigen Sport?“ Er ermunterte mich, etwas Neues zu versuchen in der Richtung, bis dahin hatte ich Fußball gespielt, jedoch mit nur mäßigem Erfolg, da ich wenig Zeit hatte tagsüber und hauptsächlich zum Arabisch Unterricht in meiner Freizeit ging. Ich hatte daher auch noch nicht an Spielen oder Turnieren teilgenommen. Der Vorschlag von meinem Vater war daher Boxen oder Kraftsport oder etwas Ähnliches. Ich lies mir dies durch den Kopf gehen und habe es daraufhin versucht.

Insofern boxe ich bereits seit ca. 16 Jahren, ich bin jetzt 32 Jahre alt, habe aber auch zwischendurch immer wieder Pausen gemacht während der Schulzeit oder meiner Ausbildung. Ziemlich schnell habe ich damals gemerkt, Boxen alleine ist es nicht, daher habe ich nebenbei eine Ausbildung als Erzieher begonnen. Dies umfasste zunächst ein einjähriges Praktikum in einem Kindergarten sowie im Anschluss daran eine vierjährige Ausbildung. Seit sieben Jahren bin ich nun beschäftigt in der sogenannten Offenen Ganztagsschule in Krefeld. Ich arbeite dort als Erzieher, täglich bis 16 Uhr, und helfe den Schülern bei ihren Schularbeiten, mache also die Hausarbeitenbetreuung, leite AGs, esse mit ihnen zusammen etc.

Der Vater von Samy kommt aus Palästina, die Mutter ist Deutsche, er ist hier geboren; als er in der 3. Klasse war, hat er aber ein Jahr lang mit seinen Eltern in Jordanien gelebt und hat dort auch Arabisch gelernt. SamyKrawatte

Samy, wie hast Du das Leben dort erlebt?

Wir haben in Jordanien gelebt als ich in der 3. Klasse war. Es ging uns gut, obwohl wir in einem riesigen Camp für Flüchtlinge aus Palästina dort gelebt haben mit dem Namen Muckaiam Albaqua. Es war kein gewöhnliches Camp, die Leute wohnten immerhin in eigenen Häusern, es gab Straßen und eine normale Infrastruktur, die Einwohner hatten Arbeit, alle konnten sich ausreichend zu Essen und zu Trinken kaufen. Es haben jedoch dort ausschließlich palästinensische Flüchtlinge gelebt. Wir waren ca. für ein Jahr da, ich habe die arabische Sprache gelernt und mein drittes Schuljahr absolviert. Es war eine gute Erfahrung für mich, auch wenn ich es oft schwer dort hatte. Ich war für die anderen Kinder meist „der Deutsche“ sowie ich hier in Deutschland leider oft „der Kanake“ bin. Die ersten 6 Monate habe ich eine Privatschule besucht, danach habe ich auf eine staatliche Schule gewechselt, auf welcher es dann auch einfacher war, Kontakt zu den anderen Kindern zu finden und ich keine Außenseiterrolle mehr inne hatte.

Samy, wie bist Du dazu gekommen, eine Ausbildung zum Erzieher zu machen?

Während des 9. Schuljahres sollten wir ein Praktikum machen, ich habe damals meine Mutter gefragt, was ihrer Meinung nach am besten zu mir passen würde und sie schlug mir ein Praktikum im Kindergarten vor. Das hat mir sehr gut gefallen und auch die Erzieherinnen dort sagten am Ende dessen zu mir, dass dies ihrer Einschätzung nach „genau mein Ding“ sei. Also habe ich nach der Schule weiter gemacht und schließlich eine Ausbildung als Erzieher begonnen. Jetzt betreue ich hauptsächlich Kinder bzw. Jugendliche im Alter von 6 oder 7 Jahren bis zum Alter von 9 oder 10 Jahren, also während der 1. bis 4. Klasse. Es ist mir persönlich wichtig, direkten Umgang mit Menschen zu haben, zu sehen, wie sich die Kinder entwickeln und nicht einen typischen Bürojob zu machen und den ganzen Tag quasi „vor dem PC zu hängen“.

Samy, zum Schluss natürlich noch die Frage zu Deiner Karriere als Boxer und der Vorbereitung auf den Kampf am Samstag:

SamyFirstPunchMein Werdegang als Boxer sah folgenermaßen aus, seit dem 16. Lebensjahr bin ich bei den Amateuren, im Alter von 17 bestritt ich dort meinen ersten Kampf, mit 29 Jahren hatte ich meinen letzten Amateurkampf. Ich wollte immer schon Profi werden, aber es relativ schwierig, jemanden zu finden, der mir Kämpfe als Profi besorgte und mir ein entsprechendes Training anbot. Mit 76 Kilo Körpergewicht und einer Größe von 1,90 m bin ich stets der Größte in meiner Klasse, dem Supermittelgewicht.

Mit Jan Christoph Jaszczuk habe ich endlich nach 2 Jahren Suche jemanden gefunden, der mir Kämpfe besorgt, mein Manager ist, mich trainiert und genau zu mir passt. Als mich First Punch damals angerufen hat, passte alles sofort und ich habe direkt Vertrauen gefasst zu ihm. Auf die Chance, beim Klitschko Event zu boxen, habe ich schon immer hingearbeitet, es war ein Traum von mir. Als ich damals bei Christoph unterschrieb, habe ich dies als mein Ziel bereits visualisiert und daran gedacht. Und siehe da: nun hat es geklappt!

Ich arbeite hart und hoffe das Beste für die Zukunft. Wenn ich an meinen Gegner Jay Spencer denke, bleibe ich eigentlich ganz cool. Er ist bestimmt ein guter Boxer, ich respektiere ihn. Ich gehe positiv in den Ring und werde mein Bestes zeigen und natürlich gehe ich hinein, um zu gewinnen, das ist ja klar. Aber ich möchte nicht überheblich erscheinen und irgendwelche Sprüche klopfen. Ich konzentriere mich auf das Sportliche und bin sehr diszipliniert. That´s it!

SamyOberbürgermeister

Samy wurde zudem gerade zum Botschafter der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen von GIBEI Afrika ernannt. Das Foto zeigt ihn zusammen mit dem Essener Oberbürgermeister Thomas Kufen auf der Mode, Heim und Handwerk Messe in Essen.

Boxkampf Klitschko gegen Fury am 28.11.2015 in Düsseldorf

Der amtierende Weltmeister im Boxen, Schwergewicht Wladimir Klitschko (39) steigt am 28. November in der Düsseldorfer Esprit-Arena vor 55.000 Zuschauern in den Boxring, um seine zahlreichen Weltmeisterschaftsgürtel gegen den bisher unbesiegten Briten Tyson Fury (28) zu verteidigen. Es wird der 28. WM-Kampf des ukrainischen Weltmeisters und somit ein neuer Weltrekord. Joe Louis bestritt 27 WM-Kämpfe, Larry Holmes 26.

Tyson Fury ist groß, jung, wild und ungeschlagen. Seit 2008 ist der Brite Profiboxer und konnte alle seine 24 Kämpfe gewinnen, 18 davon durch K.o. Wladimir Klitschko (64-3, 53 K.o.) ist hingegen der erfahrenere Boxer und steigt als Favorit in den Ring.

Erst vor kurzem verlängerte Klitschko seinen TV-Vertrag mit RTL um fünf weitere Kämpfe und bleibt den Boxfans somit um mindestens zwei weitere Jahre erhalten. Sein höchstes Ziel ist und bleibt weiterhin die Vereinigung aller Weltmeisterschaftsgürtel (WBC, WBA, IBF, WBO) im Schwergewicht. Doch zunächst steht mit Tyson Fury ein ernstzunehmender und fest entschlossener Gegner im Ring.

Über 150 TV-Sender werden den spektakulären Boxkampf live übertragen. Für eine gute Fightcard wird gesorgt, Rock-Ikone Rod Steward steigt persönlich in den Boxring, um dem Publikum vor dem Hauptkampf einzuheizen. Somit können sich die Boxfans aus aller Welt auf das größte Box-Event des Jahren freuen.

KlitschkoFury

Wir stellen die Gegner hier kurz nach einem Portrait von Chris Jan (First Punch Boxpromotion) vor:

Was sagt Tyson Fury über …

WLADIMIR KLITSCHKO

„Ich weiß, dass Wladimir ein guter Psychologe ist, aber eine Sache unterschätzt er an mir: So wie ich aufgewachsen bin, habe ich gelernt, mich anzupassen. Und das tue ich nicht nur im Leben, sondern auch während eines Kampfes. Ich bin unvorhersehbar und intelligente Menschen mögen so etwas nicht, denn ich bin immer für eine Überraschung gut. Auch wenn Wladimir es noch nicht weiß, bin ich bereits in seinem Kopf und spiele meine Spielchen. Er spricht 46 verschiedene Sprachen und ist intelligent, trotzdem ist er langweilig, keiner will ihn sehen oder hören. Ab jetzt heißt es: er gegen mich, und somit ein alter Mann mit grauen Haaren gegen einen jungen, wilden, fest entschlossenen, gutaussehenden Briten. Wladimir sieht alt aus und in der Geschichte des Boxsports konnte man immer sehen, dass irgendwann mal ein jüngerer Boxer den alten K.o. haut. Jetzt bin ich der junge und frische Boxer. Wladimir ist keine Maschine. Er ist nicht besser als die ganzen alten Weltmeister aus der Vergangenheit, und die sind alle irgendwann mal gefallen, egal ob Mike Tyson, Larry Holmes, Joe Frazier oder Muhammad Ali, jeder von ihnen hatte in Wladimirs Alter (39) Probleme mit jüngeren Kämpfern.“

SEINE VORBEREITUNG

„Auf diesen Kampf warte ich bereits sehr lange. Ich habe noch nie meine Topform präsentieren können, da ich oft zu unmotiviert war und ständig an einen Weltmeisterschaftskampf gedacht habe. Jetzt ist es so weit und mein Team und ich werden bestens vorbereitet sein, um Wladimir zu besiegen.“

DEN WELTMEISTERSCHAFTSKAMPF

„Auf diesen Boxkampf warten wir doch bereits seit sehr langer Zeit! Ich bin seit Jahren in den Ranglisten vertreten und jeder Kämpfer, der etwas zu verlieren hat, geht mir aus dem Weg. Doch jetzt geht das nicht mehr, denn ich bin zum Pflichtherausforderer ernannt worden. Nun komme ich nach Deutschland, um Wladimir fertig zu machen. Ich werde sein Kinn in 1.000 Stücke schlagen und ihm den Kopf abreißen! Ich werde der neue Weltmeister und übernehme nebenbei auch Wladimir Klitschkos TV-Vertrag, denn nach dem 24. Ok- tober wird er uninteressant sein. So einen Boxer wie mich hat es in der Geschichte noch nie gegeben. Ich bin einzigartig, denn ich bin groß und boxe den amerikanischen Stil mit einer europäischen Ausdauer. Es ist ein Weltmeisterschaftskampf, bei dem es um alles geht. Ich bin es leid, Wladimir zusehen zu müssen. Ab jetzt will ich ihn nur noch vor meine Fäuste bekommen!“

Wladimir Klitschko über …

DEN WBC-GÜRTEL, DEN EINZIGEN WM-TITEL, DEN ER BISLANG NICHT BESITZT

„Der WBC-Gürtel ist eines meiner höchsten Ziele. Deontay Wilder besitzt diesen Gürtel und ich wollte auch noch dieses Jahr gegen ihn antreten. Doch dies wird erst mal verschoben und ich denke zurzeit nicht an ihn, sondern an meinen nächsten Gegner Tyson Fury.“

TYSON FURY

„Tyson Fury ist ein Entertainer, er kann nicht nur gut boxen, sondern auch singen, tanzen und vor allem viel reden. Mit ihm ist es wie mit jedem anderen Gegner zuvor, ich unterschätze keinen und bin mir sicher, dass wir das Beste von Tyson Fury noch nicht gesehen haben. Ich habe schon mitbekommen, was er alles mit mir anstellen will, aber ich sehe es wie immer locker und werde ihn zu einem besseren Menschen machen, genauso wie ich es mit David Haye tat. Er hat mich beleidigt und herumerzählt, wie schlecht ich bin und wie gut er ist. Das Ergebnis haben wir alle im Boxring gesehen. So eine Therapie braucht auch Tyson Fury. Das freut mich, ich werde auch aus ihm einen besseren Menschen machen. Tyson Fury ist ein großer Kerl, er wechselt ständig seine Auslage, ist ungeschlagen und hat ein starkes Auftreten. Ich bin mir sicher, dies wird einer meiner schwierigsten Kämpfe sein, aber ich freue mich darauf.“

SEINE MOTIVATION

“Jede Kritik, die ich bislang erhalten habe, war reine Motivation für mich und jedes Trainingslager, das ich absolviert habe, hat mir Freude bereitet. Ich bin bereits seit über 24 Jahren mit dem Boxsport verbunden und davon fast 20 als Profi-Sportler.

Ich liebe, was ich tue und dies spiegelt sich in meinem Erfolg wieder. Nach jedem Boxkampf sammle ich neue Erfahrung und es macht mir große Freude, Menschen zu motivieren. Für Tyson Fury werde ich auch wieder bestens vorbereitet sein. Alles, was ich brauche ist Gesundheit und einen Gegner, in diesem Fall ist es Tyson Fury. Er motiviert mich, ihn zu besiegen.“

KRITIK AN SEINEM STIL

„Ich höre in letzter Zeit, dass ich alt geworden bin, dass ich ein Kinn aus Glas hätte und langweilig boxen würde. Man kann das sehen, wie man will. Ich bin auch fest davon überzeugt, dass jeder mal Weltmeister werden kann, das ist nicht unmöglich. Aber die Frage ist doch: Wie lange bleibt man Weltmeister? Es ist wirklich eine große Herausforderung, so viele Jahre Weltmeister zu bleiben, egal in welchem Land man kämpft, egal welche Laune man gerade hat oder in welcher Verfassung man sich befindet, um 23 Uhr abends muss man zum Kampf bereit sein. Man muss ein System entwickeln, seinen eigenen Plan schmieden und dazu die nötige Erfahrung mitbringen – und genau das alles wird oft unterschätzt. Man bleibt ständig der Gejagte. In den ganzen Jahren meiner Karriere als Profi-Boxer habe ich jede Art von Kämpfer vor den Fäusten gehabt. Jedem dieser Sportler stand ich mit großem Respekt gegenüber. Meine Motivation war immer die Herausforderung, meine Gegner auf irgendeine Art zu schlagen. Auch Tyson Fury kommt nach Deutschland, um Weltmeister zu werden doch darauf bin ich bestens vorbereitet.“

Fleischverzehr fördert Krebs!

“Die Spatzen pfeifen es von den Dächern” … was Veganern und Vegetariern bereits seit Jahren völlig klar ist und neben dem Tierschutz ein wichtiges Argument für den Fleischverzicht oder überhaupt das Meiden tierischer Produkte darstellt, ist plötzlich dieser Tage in sämtlichen Mainstreammedien, in wirklich jeder größeren Tages- oder Wochenzeitung und so gut wie auf allen Online-Nachrichten-Portalen deutlich zu lesen: der Verzehr, insbesondere von sogenannten “rotem” Fleisch sowie von stark verarbeitetem Fleisch wie Wurstwaren, Schinken etc. und deren Zusatzstoffen erhöhe das persönliche Risiko, an Darmkrebs zu erkranken.

Im Detail stufte die Internationale Krebsforschungsagentur (IARC) Wurstwaren, Schinken, Bacon sowie grundsätzlich stark verarbeitete Fleischwaren als krebserregend ein. Gleichzusetzen also mit Tabak, Asbest oder z.B. Dieselabgasen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) machte hierzu die Aussage, dass der regelmäßige Konsum dieser Fleischwaren das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, bereits um 18% pro täglich verzerrten 50 g ansteigen lasse. Insbesondere die Verarbeitungsprozesse wie Pökeln oder Räuchern wurden als risikoauslösend bewertet.

SchweinZudem wurde der Verzehr von rotem Fleisch generell als “wahrscheinlich krebserregend” eingestuft. Dies entspricht der Einstufung von beispielsweise dem Pflanzenschutzmittel Glyphosat, siehe auch Monsanto! Unter rotem Fleisch wird das Muskelfleisch SÄMTLICHER Säugetiere verstanden, also vom Rind, Schwein, Lamm, Kalb, Schaf, Pferd und Ziege etc. pp. Ausgenommen ist lediglich noch Geflügelfleisch!

Sämtliche offizielle Warnungen beziehen sich jedoch in erster Linie auf die Menge des verzerrten Fleisches pro Kopf: die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt ganz klar einen wöchentlichen Verzehr von maximal 300 – 600 Gramm an Wurstwaren und Fleisch insgesamt. Der reale Durchschnittsverzehr lag aber bereits bei einer Studie in den Jahren 2005-2007 bei der doppelten Menge in Deutschland. So mancher Zeitgenosse dürfte 300 g Fleisch mittlerweile locker allein bei einem Mittagessen zu sich nehmen … durch die “Dumpingpreise” auf dem Fleischmarkt ist Fleisch und sämtliche daraus verarbeiteten Lebensmittel leider zu einem der billigsten Nahrungsmittel überhaupt weltweit geworden. Oft erschwinglicher als Obst und Gemüse!

Was dies für den Umgang mit dem sogenannten Zucht- und Mastvieh bedeutet und über unsere Einstellung zu dem Leben von Tieren aussagt, bedarf keines weiteren Kommentars! Wegschauen und ignorieren, “Vogelstraußpolitik” lautet hier wie immer die Devise der Meisten von uns. Leider. Kuhschwarz

Aber “die Natur rächt sich” … offensichtlich … könnte man zynisch angesichts der nun endlich und überraschenderweise doch noch veröffentlichten, in Fachkreisen eigentlich längst bekannten Forschungsergebnisse sagen.

Zugrunde liegen sollen den Aussagen insgesamt über 800 Studien. Was sagt nun die Fleischindustrie zu den möglicherweise einbrechenden Umsätzen und wie wird hier zukünftig wohl gegengesteuert??? Es verspricht, interessant zu werden …

“Bipolar im Gleichgewicht” Buchvorstellung

Heute stellen wir das Buch einer lieben Freundin vor, welche einen autobiographischen Roman über sich und den Umgang mit ihrer psychischen Erkrankung, der sogenannten “bipolaren Störung”, geschrieben hat … und statt einer langen Einleitung von uns, lassen wir sie lieber selbst zu Wort kommen:

“Bipolar im Gleichgewicht” von Hanny D. Evigne 

Wie es zu meinem Buch überhaupt kam…

diehannyGrundsätzlich neige ich ohnehin dazu, das niederzuschreiben, was mich beschäftigt. Ich führte als Jugendliche regelmäßig Tagebuch.

Die ersten „Rückfälle“ ergaben sich beispielsweise durch auftauchende Schwierigkeiten innerhalb der Kindererziehung (mein Sohn hat seit frühester Kindheit ADHS) oder auch meiner Partnerschaft.

Vor etwa dreieinhalb Jahren ereignete sich ein schwerer Unfall, bei welchem mein Mann lebensgefährlich verletzt wurde, wenn man das so sagen kann. Er erlitt einen schweren Stromschlag und dieser wirkte sich nachhaltig sehr auf seine Persönlichkeit aus. Er veränderte sich zusehends und war schon nach kurzer Zeit nicht mehr er selbst.

Da mein Mann aber kein Freund von „klärenden Gesprächen“ ist, artete jeder Versuch meinerseits in diese Richtung aus und wir stritten uns. Also war ich gezwungen, die Problematik für mich allein zu bewältigen, seine Veränderung sozusagen aufzuschreiben.

Bis heute (wir befinden uns nun akut in einer Trennungsphase) veränderte sich auch der Verlauf der Partnerschaft so enorm, dass es jede Menge Stoff zum schreiben für mich gab. Im Grunde sollte ich ihm dankbar sein, dass er mir meine bipolare Störung immer wieder vor Augen führte durch sein Verhalten und unser Beziehungs-Aus damit in meinen Augen erst rechtfertigte.

Unsere häufigen Streitigkeiten führten letztlich dazu, dass ich mich nach all den Jahren noch einmal mehr mit mir und meiner Störung auseinandersetzte. Also begann ich zu schreiben und strukturierte nach etwa 50 Seiten das Resultat, denn mir kam die Idee, daraus ein Buch werden zu lassen.

Das Buch nahm immer mehr Form an und mein Ziel war es nun, dieses auch fertig zustellen.

Warum das Buch veröffentlicht wurde…

Im Laufe meines Lebens traf ich auf etliche Menschen, die an den unterschiedlichsten psychischen Störungen litten oder noch immer leiden. Durch intensive Beschäftigung mit der Thematik brachte ich sehr viel in Erfahrung und nahm dankend alle weiteren Informationen auf. Ich forschte viel nach, hinterfragte und recherchierte im Internet nach allem, was ich wissen wollte.

Mein Eindruck, dass immer häufiger sehr vorschnell eine Erkrankung „diagnostiziert“ wird, verfestigte sich. Hat ein Patient erst einmal den offiziellen Stempel einer psychischen Erkrankung aufgedrückt bekommen, verhält er sich meistens auch entsprechend und lässt sich in seiner Erkrankung schlimmstenfalls “hängen”. Für die meisten Betroffenen gibt es häufig nichts anderes mehr, als die ständige Konfrontation mit ihren Defiziten…

Was mich angeht, stellte ich rasch fest, dass „manisch-depressiv“ sein nicht gleich das Ende der Welt bedeuten muss! Man muss sich nicht “stempeln” lassen oder sich verkriechen.dehannybuch

Es sollte doch möglich sein, auch mit einer vermeintlichen Erkrankung als funktionierender Teil der hiesigen Gesellschaft weiterhin existent zu sein. Wozu denn gleich Frührente beantragen, wenn man doch körperlich durchaus noch fit genug ist, um zu arbeiten?!

Diese Einstellung verhalf mir schließlich auch dazu, ein weitgehend normales Leben zu führen, Störung hin oder her.

Mit dem Buch möchte ich daher allen Erkrankten die Möglichkeit eröffnen, aus allem das Beste zu machen. Die unterschiedlich ausgeprägten Symptome sollten von jedem irgendwie in ein positives Licht gerückt werden. Zumindest sollte ein Betroffener nicht sofort die “Flinte ins Korn” werfen, sobald ihm eine Diagnose genannt wird, die auf den ersten Blick erschütternd ist.

Regen ist schließlich auch nicht zwingend negativ… Es ist die innere Einstellung zu allem.

Anstatt sich darüber zu ärgern, dass man nass wird, sollte man die Sicht darauf fokussieren, dass Regen in erster Linie Wasser ist ~ und Wasser ist Leben!

Das Buch ist natürlich wie immer auch bei Amazon erhältlich :-) falls wir Euer Interesse wecken konnten!

Kindesunterhalt – Thema “Sonderbedarf”

Das Amtsgericht Detmold hat ein neues Urteil (Az. 32 F 132/13) zum Thema Kindesunterhalt gefällt: demnach rechtfertigen seit längerer Zeit voraussehbare oder sogenannte überflüssige Ausgaben keinen “Sonderbedarf” neben den regelmäßigen Unterhaltszahlungen.

gerichtZum Hintergrund: für die Bemessung des Kindesunterhaltes wird bundesweit von den Gerichten die bekannte Düsseldorfer Tabelle herangezogen, welche gerade aktuell ab dem 1. August neue Richtwerte festsetzt. Die Unterhaltsbeträge sind erhöht worden und so dem neuen Kinderfreibetrag sowie der Höhe des Kindergeldes angepasst worden.

Der als solcher bezeichnete “Sonderbedarf” kann anfallen für außergewöhnliche Kosten wie z.B. Klassenfahrten, Urlaubsaufenthalte oder medizinisch notwendige Behandlungen der Kinder, insbesondere aber für unvorhergesehene und unvermeidbare Ausgaben, welche neben dem normalen Lebensunterhalt fällig werden und deutlich über diesen hinausgehen.

Vorliegend machte die Mutter einen zusätzlichen Anspruch gegenüber dem unterhaltspflichtigen Vater in Höhe von immerhin 4.000 € geltend, für eine Skifreizeit sowie eine Zahnspange für den gemeinsamen Sohn .

Das Gericht gab dem Vater Recht, er war aufgrund der Konstellation des Falles nicht zu einer zusätzlichen Zahlung in der geforderten Höhe verpflichtet. Die Teilnahme an der Skifreizeit hatte die Mutter zum einen nicht zuvor mit ihm abgestimmt und ihm diesbezüglich keinerlei Mitspracherecht eingeräumt, zum anderen war diese zusätzliche Ausgabe bereits seit längerer Zeit vorhersehbar, sie hätte daher für diese rechtzeitig Geld zur Seite legen können.

Die Kosten für die Zahnspange wären fast vollständig von der Krankenversicherung übernommen worden, sofern diese überhaupt medizinisch notwendig gewesen wäre. Dies konnte jedoch nicht von der Mutter belegt werden, auch erfolgte hierüber ebenfalls keine vorherige Information an den Kindesvater.

Fazit: der Anspruch auf Sonderbedarf konnte von der Mutter nicht vor Gericht durchgesetzt werden.

Weiterführende Informationen: Scheidung-harmonisch.de

Hühner im eigenen Garten halten :-))

Einen etwas ungewöhnlichen Traum erfüllte sich Stefan Kuna-Wagenhuber mit seiner Familie, indem sie nunmehr insgesamt 6 Hühner an der Zahl in ihrem eigenen Garten zu Hause in Hamburg halten. IMG_6038

4 von Ihnen sind sogenannte Bielefelder Kennhühner (Bielefeld … gibt´s doch garnicht?! :-) ) und zwei ehemalige Hochleistungs – Hühner hat er, vermittelt von der Hühnerhilfe Rettet das Huhn sogar vor ihrer Schlachtung (“Keulung”) nach ihrer Aussortierung aus der Legebatterie gerettet. Auch diese geben jedoch fleißig noch fast jeden Tag ein Ei, wie er zu berichten wusste.

Vor einigen Wochen haben wir Stefan zu Hause besucht und zu Tipps und Tricks der Hühnerhaltung im heimischen Garten interviewt. Die Anschaffung eines Hahnes bietet sich nach seiner Aussage mit Rücksicht auf die liebe Nachbarschaft wohl eher nicht an und interessanterweise müssen die Eier, um produziert, gelegt zu werden und essbar zu sein, auch gar nicht von einem Hahn befruchtet werden. IMG_6058

Im Schnitt 4 Eier täglich legen die Hühner von Stefan, welche sämtlich passender weise einen Namen mit H am Anfang tragen. Mit ihnen und ihrer artgerechten Haltung haben er und seine Familie schon das ein oder andere Abenteuer erlebt, beispielsweise im Hinblick auf eine seiner Hennen mit “unerfülltem Kinderwunsch” oder aber der Erfüllung behördlicher Anforderungen wie der sogenannten “Aufstallpflicht”, wie sich auf seinem eigenen Blog Stadtlandeier sehr schön nachlesen lässt!

Eins ist jedenfalls klar, einen Hühnerbraten wird es niemals geben, auch wenn Stefan dies ursprünglich zwar geplant hatte ;-) Seine Frau ist zum einen Veganerin und zum anderen hat man die lieben Hühner bereits nach so kurzer Zeit der Haltung in sein eigenes Herz geschlossen, dass eine Schlachtung dieser ohnehin schon emotional unmöglich gewesen wäre :-)

IMG_6042Bielefelder Kennhühner gehören zudem zu den besonders schönen Hühner – Exemplaren!

Aber seht selbst …

Der Franziskusweg – ein Pilgerweg in Italien

Eine bisher weitgehend unbekannte Alternative zum berühmten Jakobsweg in Spanien – dem Camino de Frances – mit Endziel in Santiago de Compostella ist der Franziskusweg in Italien, welcher von Florenz nach Rom, streckenweise durch die Toskana führt. Franziskusweg_Pilgerfuehrer_9783954310-0203

IMG_0923Landschaftlich äußerst reizvoll, vor allem für Italien- und Toskana-Fans sicherlich die erste Wahl und möglicherweise interessanter als der mittlerweile leider vor allem in den Sommermonaten sehr überlaufene Camino de Frances. Der Franziskusweg ist noch keine “Pilger-Autobahn”, sondern enthält auch unbefestigte und weniger ausgebaute Streckenabschnitte. Zudem dürfte die “Reise zu sich selbst”, welche der Pilger schließlich mit dem einfachen Wandern als darüber hinausgehenden Sinn und Zweck seiner Reise verbinden will, hier noch authentischer und in wesentlich mehr Ruhe und Abgeschiedenheit zu finden sein.

Franziskusweg_Pilgerfuehrer_9783954310-0203_InnenseitenSimone und Anton Ochsenkühn vom Amac – Buchverlag haben sich intensiv mit dem Franziskusweg und dessen Historie beschäftigt und haben sich diesem Abenteuer gestellt. Dabei heraus gekommen ist zudem ein wunderschöner sowie spannender Reiseführer, der sicherlich eine wertvolle Hilfestellung beim Beschreiten dieses Pilgerweges darstellt, da der Franziskus, anders als der Camino, auch vom Ausbauzustand der Beschilderung und des Wegenetzes stellenweise noch etwas improvisiert ist.IMG_0443

Hier einige Eindrücke und Fotos der Autoren von ihrer Tour.

Herzlichen Dank an die Beiden für deren Zurverfügungstellung!

 

Verlagstext zum Reiseführer:

Der Franziskusweg von Florenz nach Rom – Ein Pilgerweg für alle Sinne

Wollten Sie nicht schon immer die Wanderschuhe schnüren und einfach losgehen? Simone und Anton Ochsenkühn forschen seit vielen Jahren nach den Spuren des Franz von Assisi auf dem Franziskusweg in Italien. Insgesamt 500 Kilometer führt er von Florenz über Assisi nach Rom. 30 Tagesetappen mit vielen Höhenmetern müssen vom Pilger/von der Pilgerin überwunden werden.

IMG_0363Der Weg führt längs durch den Apennin durch weitläufige Naturschutzgebiete, hügelige Landschaften und italienische Hochkulturgebiete. Immer wieder trifft man auf einsame Klöster, besinnliche Orte und unberührte Natur. Auf den Spuren des heiligen Franziskus läuft man auf historischen Pfaden zu vielen seiner Wirkstätten. Man startet in der Stadt der Künste, Florenz in der Toskana, direkt hinein in die Natur. Assisi als geografische Mitte und Geburts- und Sterbeort Franziskus liegt im Herzen Umbriens. Das Ziel heißt nun Rom in der Region Latium.

Der Weg ist nicht klassisch beschildert, wie man es von den Pilgerautobahnen wie dem Jakobsweg gewöhnt sein könnte. Der Weg führt auf Wanderwegen und Bergwanderwegen in die Naturschönheiten der Regionen und weist teils historische Spuren des Franziskus auf. 

Pilgerlager gibt es kaum, geschlafen wird in normalen einfachen Pensionen, Klöstern, Herbergen. Das Essen ist ein Traum, ein Fest für die Sinne, die sich auf dem Weg schärfen. Unweigerlich wird man in den Bann dieser magischen Orte gezogen und auch wenn man nicht religiös ist, so scheint es, dass man Franziskus unweigerlich begegnet.

Wir finden, dass dieser Weg das Schönste ist, was man derzeit erleben kann.
Übersicht_Franziskusweg