Vorkampf Klitschko – Interview mit Patrick Korte

PatrickbearbeitetEinen weiteren Vorkampf beim Klitschko Event nächsten Samstag bestreitet Patrick Korte. Patrick ist ein echtes „Essener Urgestein“. Gebürtig in Essen Borbeck geboren und immer schon in diversen Clubs und Vereinen dort aktiv, ist er im gesamten Stadtgebiet quasi bekannt wie „ein bunter Hund“. Patrik ist 1,89 m groß, 110 kg schwer und 31 Jahre alt.

Patrick, wie bist Du zum Boxen gekommen?

Ich habe im Jahr 1997 den Boxkampf zwischen Mike Tyson und Francois Botha im Fernsehen, damals noch auf Premiere gesehen. Bis dahin hatte ich diverse Kampfsportarten ausgeübt,  wie beispielsweise Judo oder Taekwondo. Aber als ich den Kampf im Fernsehen sah, da war für mich klar, ich will unbedingt ausprobieren, zu boxen. In dem Essener Fitnessstudio, in welchem ich zu der Zeit Mitglied war, wurde unter anderem ein Kurs zum Boxen angeboten, also belegte ich diesen. Aber man konnte dort natürlich nicht an richtigen Boxkämpfen teilnehmen. Also meldete ich mich in dem Boxverein in Essen Vogelheim an, wo ich auch Kämpfe machen konnte.

Andererseits war mein Werdegang vielleicht schon viel länger vorgezeichnet, wenn ich so zurückdenke: bereits im Alter von 13 Jahren schenkten mir meine Eltern eine Hantelbank zu Weihnachten. Was sollte ich vor dem Hintergrund noch anderes werden als Boxer?!

Im Jahr 2000 trat ich dem Boxverein bei und hatte im gleich Jahr auch direkt meinen ersten Amateur Boxkampf, im Jahr 2013 habe ich schließlich meinen letzten Amateur Boxkampf gemacht. Ich habe dann bis zum Jahr 2002 aktiv geboxt und danach zunächst eine lange Pause gemacht. Erst im August 2013 habe ich wieder mit dem Boxen angefangen und direkt in dem Jahr im Dezember auch meinen letzten Amateurkampf bestritten. Ich habe mich zu dem Zeitpunkt sofort entschieden, Profi zu werden. Ich hatte bis dahin insgesamt 10 Kämpfe bestritten und davon 7 Kämpfe gewonnen, den letzten im Jahr 2013 natürlich auch. Mein Trainer war durchgängig Franz Stahlschmidt, den ich auch als Gast zu meinen ersten beiden Profikämpfen eingeladen habe.

Die lange Pause zwischendurch bereue ich im nachhinein etwas, denn auch als ich während der Zeit hauptsächlich Bodybuilding etc. gemacht habe, mit dem Herzen war ich immer beim Boxen. PatrickBoxen

Wie kamst Du zum Profi Boxen und weshalb bist Du dorthin gewechselt?

Als ich im Jahr 2013 wieder mit dem Boxen angefangen habe, wusste ich, dass ich unbedingt Profi werden wollte, wenn ich weitermachen würde. Bei den Amateuren gab es einfach keine wirkliche Möglichkeit, vernünftige Kämpfe zu erhalten. Es gab insofern leider keinerlei Perspektive mehr für mich auf eine Weiterentwicklung.  Daher dachte ich, versuch es doch mal bei den Profis. Also nahm ich mit Sebastian Tlatlik Kontakt auf. Sebastian kannte ich noch aus Zeiten des Amateurboxens, ich bin daher auf ihn zugegangen und habe ihn gefragt, ob er mein Trainer und Manager werden könne. Und siehe da, das klappte! Es hat sich relativ schnell etwas getan und jetzt stehe ich da, wo ich bin und bestreite im Vorprogramm zu Klitschko mit dem Trainerteam Sebastian Tlatlik und Frank Rose bereits erfolgreich meinen 3. Profikampf.

Patrick, möchtest Du noch etwas zu Dir privat sagen?

Gerne, also eigentlich bin ich eher ein absoluter Familienmensch. Ich bin verheiratet, habe zwei kleine Kinder, ein sechs Jahre altes und ein drei Monate altes Mädchen. Die Beiden sind mein all und alles, meine Familie ist mir wirklich sehr wichtig.

Jobmäßig bin ich als Sicherheitsfachkraft bei einem größeren Sicherheitsunternehmen beschäftigt und arbeite zudem noch als Personenschützer.

Patrick Korte, Jan Kleen, Sebastian Tlatlik, Frank Rose

Patrick Korte, Jan Kleen, Sebastian Tlatlik, Frank Rose

Da ich zudem sehr verbunden bin mit der Stadt Essen und dort so viele Leute kenne als quasi „Lokalmatador“, würde ich mich in Essen sehr gerne in einem sozialen Projekt engagieren. Einen ersten Schritt haben wir vor einiger Zeit mit Jan Kleen gemacht und seinem Einsatz gegen Mobbing. Aber das richtige Projekt habe ich bisher noch nicht gefunden. Für Vorschläge und Ideen oder Angebote in der Richtung wäre ich daher jederzeit offen!

 

Vorkampf Klitschko – Interview mit Samy Musa

SamyBoxenIm Vorkampf zum Klitschko Event kämpft unter anderem Samy Musa, der bei First Punch Boxpromotion unter Vertrag ist. Wir haben ihm in Hinblick auf seinen Kampf nächsten Samstag ein paar Fragen gestellt:

Samy, wie bist Du zum Boxen gekommen?

Als ich 16 Jahre alt geworden bin, fragte mich mein Vater, „Wie wäre es eigentlich mal mit einem vernünftigen Sport?“ Er ermunterte mich, etwas Neues zu versuchen in der Richtung, bis dahin hatte ich Fußball gespielt, jedoch mit nur mäßigem Erfolg, da ich wenig Zeit hatte tagsüber und hauptsächlich zum Arabisch Unterricht in meiner Freizeit ging. Ich hatte daher auch noch nicht an Spielen oder Turnieren teilgenommen. Der Vorschlag von meinem Vater war daher Boxen oder Kraftsport oder etwas Ähnliches. Ich lies mir dies durch den Kopf gehen und habe es daraufhin versucht.

Insofern boxe ich bereits seit ca. 16 Jahren, ich bin jetzt 32 Jahre alt, habe aber auch zwischendurch immer wieder Pausen gemacht während der Schulzeit oder meiner Ausbildung. Ziemlich schnell habe ich damals gemerkt, Boxen alleine ist es nicht, daher habe ich nebenbei eine Ausbildung als Erzieher begonnen. Dies umfasste zunächst ein einjähriges Praktikum in einem Kindergarten sowie im Anschluss daran eine vierjährige Ausbildung. Seit sieben Jahren bin ich nun beschäftigt in der sogenannten Offenen Ganztagsschule in Krefeld. Ich arbeite dort als Erzieher, täglich bis 16 Uhr, und helfe den Schülern bei ihren Schularbeiten, mache also die Hausarbeitenbetreuung, leite AGs, esse mit ihnen zusammen etc.

Der Vater von Samy kommt aus Palästina, die Mutter ist Deutsche, er ist hier geboren; als er in der 3. Klasse war, hat er aber ein Jahr lang mit seinen Eltern in Jordanien gelebt und hat dort auch Arabisch gelernt. SamyKrawatte

Samy, wie hast Du das Leben dort erlebt?

Wir haben in Jordanien gelebt als ich in der 3. Klasse war. Es ging uns gut, obwohl wir in einem riesigen Camp für Flüchtlinge aus Palästina dort gelebt haben mit dem Namen Muckaiam Albaqua. Es war kein gewöhnliches Camp, die Leute wohnten immerhin in eigenen Häusern, es gab Straßen und eine normale Infrastruktur, die Einwohner hatten Arbeit, alle konnten sich ausreichend zu Essen und zu Trinken kaufen. Es haben jedoch dort ausschließlich palästinensische Flüchtlinge gelebt. Wir waren ca. für ein Jahr da, ich habe die arabische Sprache gelernt und mein drittes Schuljahr absolviert. Es war eine gute Erfahrung für mich, auch wenn ich es oft schwer dort hatte. Ich war für die anderen Kinder meist „der Deutsche“ sowie ich hier in Deutschland leider oft „der Kanake“ bin. Die ersten 6 Monate habe ich eine Privatschule besucht, danach habe ich auf eine staatliche Schule gewechselt, auf welcher es dann auch einfacher war, Kontakt zu den anderen Kindern zu finden und ich keine Außenseiterrolle mehr inne hatte.

Samy, wie bist Du dazu gekommen, eine Ausbildung zum Erzieher zu machen?

Während des 9. Schuljahres sollten wir ein Praktikum machen, ich habe damals meine Mutter gefragt, was ihrer Meinung nach am besten zu mir passen würde und sie schlug mir ein Praktikum im Kindergarten vor. Das hat mir sehr gut gefallen und auch die Erzieherinnen dort sagten am Ende dessen zu mir, dass dies ihrer Einschätzung nach „genau mein Ding“ sei. Also habe ich nach der Schule weiter gemacht und schließlich eine Ausbildung als Erzieher begonnen. Jetzt betreue ich hauptsächlich Kinder bzw. Jugendliche im Alter von 6 oder 7 Jahren bis zum Alter von 9 oder 10 Jahren, also während der 1. bis 4. Klasse. Es ist mir persönlich wichtig, direkten Umgang mit Menschen zu haben, zu sehen, wie sich die Kinder entwickeln und nicht einen typischen Bürojob zu machen und den ganzen Tag quasi „vor dem PC zu hängen“.

Samy, zum Schluss natürlich noch die Frage zu Deiner Karriere als Boxer und der Vorbereitung auf den Kampf am Samstag:

SamyFirstPunchMein Werdegang als Boxer sah folgenermaßen aus, seit dem 16. Lebensjahr bin ich bei den Amateuren, im Alter von 17 bestritt ich dort meinen ersten Kampf, mit 29 Jahren hatte ich meinen letzten Amateurkampf. Ich wollte immer schon Profi werden, aber es relativ schwierig, jemanden zu finden, der mir Kämpfe als Profi besorgte und mir ein entsprechendes Training anbot. Mit 76 Kilo Körpergewicht und einer Größe von 1,90 m bin ich stets der Größte in meiner Klasse, dem Supermittelgewicht.

Mit Jan Christoph Jaszczuk habe ich endlich nach 2 Jahren Suche jemanden gefunden, der mir Kämpfe besorgt, mein Manager ist, mich trainiert und genau zu mir passt. Als mich First Punch damals angerufen hat, passte alles sofort und ich habe direkt Vertrauen gefasst zu ihm. Auf die Chance, beim Klitschko Event zu boxen, habe ich schon immer hingearbeitet, es war ein Traum von mir. Als ich damals bei Christoph unterschrieb, habe ich dies als mein Ziel bereits visualisiert und daran gedacht. Und siehe da: nun hat es geklappt!

Ich arbeite hart und hoffe das Beste für die Zukunft. Wenn ich an meinen Gegner Jay Spencer denke, bleibe ich eigentlich ganz cool. Er ist bestimmt ein guter Boxer, ich respektiere ihn. Ich gehe positiv in den Ring und werde mein Bestes zeigen und natürlich gehe ich hinein, um zu gewinnen, das ist ja klar. Aber ich möchte nicht überheblich erscheinen und irgendwelche Sprüche klopfen. Ich konzentriere mich auf das Sportliche und bin sehr diszipliniert. That´s it!

SamyOberbürgermeister

Samy wurde zudem gerade zum Botschafter der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen von GIBEI Afrika ernannt. Das Foto zeigt ihn zusammen mit dem Essener Oberbürgermeister Thomas Kufen auf der Mode, Heim und Handwerk Messe in Essen.

Boxkampf Klitschko gegen Fury am 28.11.2015 in Düsseldorf

Der amtierende Weltmeister im Boxen, Schwergewicht Wladimir Klitschko (39) steigt am 28. November in der Düsseldorfer Esprit-Arena vor 55.000 Zuschauern in den Boxring, um seine zahlreichen Weltmeisterschaftsgürtel gegen den bisher unbesiegten Briten Tyson Fury (28) zu verteidigen. Es wird der 28. WM-Kampf des ukrainischen Weltmeisters und somit ein neuer Weltrekord. Joe Louis bestritt 27 WM-Kämpfe, Larry Holmes 26.

Tyson Fury ist groß, jung, wild und ungeschlagen. Seit 2008 ist der Brite Profiboxer und konnte alle seine 24 Kämpfe gewinnen, 18 davon durch K.o. Wladimir Klitschko (64-3, 53 K.o.) ist hingegen der erfahrenere Boxer und steigt als Favorit in den Ring.

Erst vor kurzem verlängerte Klitschko seinen TV-Vertrag mit RTL um fünf weitere Kämpfe und bleibt den Boxfans somit um mindestens zwei weitere Jahre erhalten. Sein höchstes Ziel ist und bleibt weiterhin die Vereinigung aller Weltmeisterschaftsgürtel (WBC, WBA, IBF, WBO) im Schwergewicht. Doch zunächst steht mit Tyson Fury ein ernstzunehmender und fest entschlossener Gegner im Ring.

Über 150 TV-Sender werden den spektakulären Boxkampf live übertragen. Für eine gute Fightcard wird gesorgt, Rock-Ikone Rod Steward steigt persönlich in den Boxring, um dem Publikum vor dem Hauptkampf einzuheizen. Somit können sich die Boxfans aus aller Welt auf das größte Box-Event des Jahren freuen.

KlitschkoFury

Wir stellen die Gegner hier kurz nach einem Portrait von Chris Jan (First Punch Boxpromotion) vor:

Was sagt Tyson Fury über …

WLADIMIR KLITSCHKO

„Ich weiß, dass Wladimir ein guter Psychologe ist, aber eine Sache unterschätzt er an mir: So wie ich aufgewachsen bin, habe ich gelernt, mich anzupassen. Und das tue ich nicht nur im Leben, sondern auch während eines Kampfes. Ich bin unvorhersehbar und intelligente Menschen mögen so etwas nicht, denn ich bin immer für eine Überraschung gut. Auch wenn Wladimir es noch nicht weiß, bin ich bereits in seinem Kopf und spiele meine Spielchen. Er spricht 46 verschiedene Sprachen und ist intelligent, trotzdem ist er langweilig, keiner will ihn sehen oder hören. Ab jetzt heißt es: er gegen mich, und somit ein alter Mann mit grauen Haaren gegen einen jungen, wilden, fest entschlossenen, gutaussehenden Briten. Wladimir sieht alt aus und in der Geschichte des Boxsports konnte man immer sehen, dass irgendwann mal ein jüngerer Boxer den alten K.o. haut. Jetzt bin ich der junge und frische Boxer. Wladimir ist keine Maschine. Er ist nicht besser als die ganzen alten Weltmeister aus der Vergangenheit, und die sind alle irgendwann mal gefallen, egal ob Mike Tyson, Larry Holmes, Joe Frazier oder Muhammad Ali, jeder von ihnen hatte in Wladimirs Alter (39) Probleme mit jüngeren Kämpfern.“

SEINE VORBEREITUNG

„Auf diesen Kampf warte ich bereits sehr lange. Ich habe noch nie meine Topform präsentieren können, da ich oft zu unmotiviert war und ständig an einen Weltmeisterschaftskampf gedacht habe. Jetzt ist es so weit und mein Team und ich werden bestens vorbereitet sein, um Wladimir zu besiegen.“

DEN WELTMEISTERSCHAFTSKAMPF

„Auf diesen Boxkampf warten wir doch bereits seit sehr langer Zeit! Ich bin seit Jahren in den Ranglisten vertreten und jeder Kämpfer, der etwas zu verlieren hat, geht mir aus dem Weg. Doch jetzt geht das nicht mehr, denn ich bin zum Pflichtherausforderer ernannt worden. Nun komme ich nach Deutschland, um Wladimir fertig zu machen. Ich werde sein Kinn in 1.000 Stücke schlagen und ihm den Kopf abreißen! Ich werde der neue Weltmeister und übernehme nebenbei auch Wladimir Klitschkos TV-Vertrag, denn nach dem 24. Ok- tober wird er uninteressant sein. So einen Boxer wie mich hat es in der Geschichte noch nie gegeben. Ich bin einzigartig, denn ich bin groß und boxe den amerikanischen Stil mit einer europäischen Ausdauer. Es ist ein Weltmeisterschaftskampf, bei dem es um alles geht. Ich bin es leid, Wladimir zusehen zu müssen. Ab jetzt will ich ihn nur noch vor meine Fäuste bekommen!“

Wladimir Klitschko über …

DEN WBC-GÜRTEL, DEN EINZIGEN WM-TITEL, DEN ER BISLANG NICHT BESITZT

„Der WBC-Gürtel ist eines meiner höchsten Ziele. Deontay Wilder besitzt diesen Gürtel und ich wollte auch noch dieses Jahr gegen ihn antreten. Doch dies wird erst mal verschoben und ich denke zurzeit nicht an ihn, sondern an meinen nächsten Gegner Tyson Fury.“

TYSON FURY

„Tyson Fury ist ein Entertainer, er kann nicht nur gut boxen, sondern auch singen, tanzen und vor allem viel reden. Mit ihm ist es wie mit jedem anderen Gegner zuvor, ich unterschätze keinen und bin mir sicher, dass wir das Beste von Tyson Fury noch nicht gesehen haben. Ich habe schon mitbekommen, was er alles mit mir anstellen will, aber ich sehe es wie immer locker und werde ihn zu einem besseren Menschen machen, genauso wie ich es mit David Haye tat. Er hat mich beleidigt und herumerzählt, wie schlecht ich bin und wie gut er ist. Das Ergebnis haben wir alle im Boxring gesehen. So eine Therapie braucht auch Tyson Fury. Das freut mich, ich werde auch aus ihm einen besseren Menschen machen. Tyson Fury ist ein großer Kerl, er wechselt ständig seine Auslage, ist ungeschlagen und hat ein starkes Auftreten. Ich bin mir sicher, dies wird einer meiner schwierigsten Kämpfe sein, aber ich freue mich darauf.“

SEINE MOTIVATION

“Jede Kritik, die ich bislang erhalten habe, war reine Motivation für mich und jedes Trainingslager, das ich absolviert habe, hat mir Freude bereitet. Ich bin bereits seit über 24 Jahren mit dem Boxsport verbunden und davon fast 20 als Profi-Sportler.

Ich liebe, was ich tue und dies spiegelt sich in meinem Erfolg wieder. Nach jedem Boxkampf sammle ich neue Erfahrung und es macht mir große Freude, Menschen zu motivieren. Für Tyson Fury werde ich auch wieder bestens vorbereitet sein. Alles, was ich brauche ist Gesundheit und einen Gegner, in diesem Fall ist es Tyson Fury. Er motiviert mich, ihn zu besiegen.“

KRITIK AN SEINEM STIL

„Ich höre in letzter Zeit, dass ich alt geworden bin, dass ich ein Kinn aus Glas hätte und langweilig boxen würde. Man kann das sehen, wie man will. Ich bin auch fest davon überzeugt, dass jeder mal Weltmeister werden kann, das ist nicht unmöglich. Aber die Frage ist doch: Wie lange bleibt man Weltmeister? Es ist wirklich eine große Herausforderung, so viele Jahre Weltmeister zu bleiben, egal in welchem Land man kämpft, egal welche Laune man gerade hat oder in welcher Verfassung man sich befindet, um 23 Uhr abends muss man zum Kampf bereit sein. Man muss ein System entwickeln, seinen eigenen Plan schmieden und dazu die nötige Erfahrung mitbringen – und genau das alles wird oft unterschätzt. Man bleibt ständig der Gejagte. In den ganzen Jahren meiner Karriere als Profi-Boxer habe ich jede Art von Kämpfer vor den Fäusten gehabt. Jedem dieser Sportler stand ich mit großem Respekt gegenüber. Meine Motivation war immer die Herausforderung, meine Gegner auf irgendeine Art zu schlagen. Auch Tyson Fury kommt nach Deutschland, um Weltmeister zu werden doch darauf bin ich bestens vorbereitet.“

Fleischverzehr fördert Krebs!

“Die Spatzen pfeifen es von den Dächern” … was Veganern und Vegetariern bereits seit Jahren völlig klar ist und neben dem Tierschutz ein wichtiges Argument für den Fleischverzicht oder überhaupt das Meiden tierischer Produkte darstellt, ist plötzlich dieser Tage in sämtlichen Mainstreammedien, in wirklich jeder größeren Tages- oder Wochenzeitung und so gut wie auf allen Online-Nachrichten-Portalen deutlich zu lesen: der Verzehr, insbesondere von sogenannten “rotem” Fleisch sowie von stark verarbeitetem Fleisch wie Wurstwaren, Schinken etc. und deren Zusatzstoffen erhöhe das persönliche Risiko, an Darmkrebs zu erkranken.

Im Detail stufte die Internationale Krebsforschungsagentur (IARC) Wurstwaren, Schinken, Bacon sowie grundsätzlich stark verarbeitete Fleischwaren als krebserregend ein. Gleichzusetzen also mit Tabak, Asbest oder z.B. Dieselabgasen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) machte hierzu die Aussage, dass der regelmäßige Konsum dieser Fleischwaren das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, bereits um 18% pro täglich verzerrten 50 g ansteigen lasse. Insbesondere die Verarbeitungsprozesse wie Pökeln oder Räuchern wurden als risikoauslösend bewertet.

SchweinZudem wurde der Verzehr von rotem Fleisch generell als “wahrscheinlich krebserregend” eingestuft. Dies entspricht der Einstufung von beispielsweise dem Pflanzenschutzmittel Glyphosat, siehe auch Monsanto! Unter rotem Fleisch wird das Muskelfleisch SÄMTLICHER Säugetiere verstanden, also vom Rind, Schwein, Lamm, Kalb, Schaf, Pferd und Ziege etc. pp. Ausgenommen ist lediglich noch Geflügelfleisch!

Sämtliche offizielle Warnungen beziehen sich jedoch in erster Linie auf die Menge des verzerrten Fleisches pro Kopf: die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt ganz klar einen wöchentlichen Verzehr von maximal 300 – 600 Gramm an Wurstwaren und Fleisch insgesamt. Der reale Durchschnittsverzehr lag aber bereits bei einer Studie in den Jahren 2005-2007 bei der doppelten Menge in Deutschland. So mancher Zeitgenosse dürfte 300 g Fleisch mittlerweile locker allein bei einem Mittagessen zu sich nehmen … durch die “Dumpingpreise” auf dem Fleischmarkt ist Fleisch und sämtliche daraus verarbeiteten Lebensmittel leider zu einem der billigsten Nahrungsmittel überhaupt weltweit geworden. Oft erschwinglicher als Obst und Gemüse!

Was dies für den Umgang mit dem sogenannten Zucht- und Mastvieh bedeutet und über unsere Einstellung zu dem Leben von Tieren aussagt, bedarf keines weiteren Kommentars! Wegschauen und ignorieren, “Vogelstraußpolitik” lautet hier wie immer die Devise der Meisten von uns. Leider. Kuhschwarz

Aber “die Natur rächt sich” … offensichtlich … könnte man zynisch angesichts der nun endlich und überraschenderweise doch noch veröffentlichten, in Fachkreisen eigentlich längst bekannten Forschungsergebnisse sagen.

Zugrunde liegen sollen den Aussagen insgesamt über 800 Studien. Was sagt nun die Fleischindustrie zu den möglicherweise einbrechenden Umsätzen und wie wird hier zukünftig wohl gegengesteuert??? Es verspricht, interessant zu werden …

“Bipolar im Gleichgewicht” Buchvorstellung

Heute stellen wir das Buch einer lieben Freundin vor, welche einen autobiographischen Roman über sich und den Umgang mit ihrer psychischen Erkrankung, der sogenannten “bipolaren Störung”, geschrieben hat … und statt einer langen Einleitung von uns, lassen wir sie lieber selbst zu Wort kommen:

“Bipolar im Gleichgewicht” von Hanny D. Evigne 

Wie es zu meinem Buch überhaupt kam…

diehannyGrundsätzlich neige ich ohnehin dazu, das niederzuschreiben, was mich beschäftigt. Ich führte als Jugendliche regelmäßig Tagebuch.

Die ersten „Rückfälle“ ergaben sich beispielsweise durch auftauchende Schwierigkeiten innerhalb der Kindererziehung (mein Sohn hat seit frühester Kindheit ADHS) oder auch meiner Partnerschaft.

Vor etwa dreieinhalb Jahren ereignete sich ein schwerer Unfall, bei welchem mein Mann lebensgefährlich verletzt wurde, wenn man das so sagen kann. Er erlitt einen schweren Stromschlag und dieser wirkte sich nachhaltig sehr auf seine Persönlichkeit aus. Er veränderte sich zusehends und war schon nach kurzer Zeit nicht mehr er selbst.

Da mein Mann aber kein Freund von „klärenden Gesprächen“ ist, artete jeder Versuch meinerseits in diese Richtung aus und wir stritten uns. Also war ich gezwungen, die Problematik für mich allein zu bewältigen, seine Veränderung sozusagen aufzuschreiben.

Bis heute (wir befinden uns nun akut in einer Trennungsphase) veränderte sich auch der Verlauf der Partnerschaft so enorm, dass es jede Menge Stoff zum schreiben für mich gab. Im Grunde sollte ich ihm dankbar sein, dass er mir meine bipolare Störung immer wieder vor Augen führte durch sein Verhalten und unser Beziehungs-Aus damit in meinen Augen erst rechtfertigte.

Unsere häufigen Streitigkeiten führten letztlich dazu, dass ich mich nach all den Jahren noch einmal mehr mit mir und meiner Störung auseinandersetzte. Also begann ich zu schreiben und strukturierte nach etwa 50 Seiten das Resultat, denn mir kam die Idee, daraus ein Buch werden zu lassen.

Das Buch nahm immer mehr Form an und mein Ziel war es nun, dieses auch fertig zustellen.

Warum das Buch veröffentlicht wurde…

Im Laufe meines Lebens traf ich auf etliche Menschen, die an den unterschiedlichsten psychischen Störungen litten oder noch immer leiden. Durch intensive Beschäftigung mit der Thematik brachte ich sehr viel in Erfahrung und nahm dankend alle weiteren Informationen auf. Ich forschte viel nach, hinterfragte und recherchierte im Internet nach allem, was ich wissen wollte.

Mein Eindruck, dass immer häufiger sehr vorschnell eine Erkrankung „diagnostiziert“ wird, verfestigte sich. Hat ein Patient erst einmal den offiziellen Stempel einer psychischen Erkrankung aufgedrückt bekommen, verhält er sich meistens auch entsprechend und lässt sich in seiner Erkrankung schlimmstenfalls “hängen”. Für die meisten Betroffenen gibt es häufig nichts anderes mehr, als die ständige Konfrontation mit ihren Defiziten…

Was mich angeht, stellte ich rasch fest, dass „manisch-depressiv“ sein nicht gleich das Ende der Welt bedeuten muss! Man muss sich nicht “stempeln” lassen oder sich verkriechen.dehannybuch

Es sollte doch möglich sein, auch mit einer vermeintlichen Erkrankung als funktionierender Teil der hiesigen Gesellschaft weiterhin existent zu sein. Wozu denn gleich Frührente beantragen, wenn man doch körperlich durchaus noch fit genug ist, um zu arbeiten?!

Diese Einstellung verhalf mir schließlich auch dazu, ein weitgehend normales Leben zu führen, Störung hin oder her.

Mit dem Buch möchte ich daher allen Erkrankten die Möglichkeit eröffnen, aus allem das Beste zu machen. Die unterschiedlich ausgeprägten Symptome sollten von jedem irgendwie in ein positives Licht gerückt werden. Zumindest sollte ein Betroffener nicht sofort die “Flinte ins Korn” werfen, sobald ihm eine Diagnose genannt wird, die auf den ersten Blick erschütternd ist.

Regen ist schließlich auch nicht zwingend negativ… Es ist die innere Einstellung zu allem.

Anstatt sich darüber zu ärgern, dass man nass wird, sollte man die Sicht darauf fokussieren, dass Regen in erster Linie Wasser ist ~ und Wasser ist Leben!

Das Buch ist natürlich wie immer auch bei Amazon erhältlich :-) falls wir Euer Interesse wecken konnten!

Kindesunterhalt – Thema “Sonderbedarf”

Das Amtsgericht Detmold hat ein neues Urteil (Az. 32 F 132/13) zum Thema Kindesunterhalt gefällt: demnach rechtfertigen seit längerer Zeit voraussehbare oder sogenannte überflüssige Ausgaben keinen “Sonderbedarf” neben den regelmäßigen Unterhaltszahlungen.

gerichtZum Hintergrund: für die Bemessung des Kindesunterhaltes wird bundesweit von den Gerichten die bekannte Düsseldorfer Tabelle herangezogen, welche gerade aktuell ab dem 1. August neue Richtwerte festsetzt. Die Unterhaltsbeträge sind erhöht worden und so dem neuen Kinderfreibetrag sowie der Höhe des Kindergeldes angepasst worden.

Der als solcher bezeichnete “Sonderbedarf” kann anfallen für außergewöhnliche Kosten wie z.B. Klassenfahrten, Urlaubsaufenthalte oder medizinisch notwendige Behandlungen der Kinder, insbesondere aber für unvorhergesehene und unvermeidbare Ausgaben, welche neben dem normalen Lebensunterhalt fällig werden und deutlich über diesen hinausgehen.

Vorliegend machte die Mutter einen zusätzlichen Anspruch gegenüber dem unterhaltspflichtigen Vater in Höhe von immerhin 4.000 € geltend, für eine Skifreizeit sowie eine Zahnspange für den gemeinsamen Sohn .

Das Gericht gab dem Vater Recht, er war aufgrund der Konstellation des Falles nicht zu einer zusätzlichen Zahlung in der geforderten Höhe verpflichtet. Die Teilnahme an der Skifreizeit hatte die Mutter zum einen nicht zuvor mit ihm abgestimmt und ihm diesbezüglich keinerlei Mitspracherecht eingeräumt, zum anderen war diese zusätzliche Ausgabe bereits seit längerer Zeit vorhersehbar, sie hätte daher für diese rechtzeitig Geld zur Seite legen können.

Die Kosten für die Zahnspange wären fast vollständig von der Krankenversicherung übernommen worden, sofern diese überhaupt medizinisch notwendig gewesen wäre. Dies konnte jedoch nicht von der Mutter belegt werden, auch erfolgte hierüber ebenfalls keine vorherige Information an den Kindesvater.

Fazit: der Anspruch auf Sonderbedarf konnte von der Mutter nicht vor Gericht durchgesetzt werden.

Weiterführende Informationen: Scheidung-harmonisch.de

Hühner im eigenen Garten halten :-))

Einen etwas ungewöhnlichen Traum erfüllte sich Stefan Kuna-Wagenhuber mit seiner Familie, indem sie nunmehr insgesamt 6 Hühner an der Zahl in ihrem eigenen Garten zu Hause in Hamburg halten. IMG_6038

4 von Ihnen sind sogenannte Bielefelder Kennhühner (Bielefeld … gibt´s doch garnicht?! :-) ) und zwei ehemalige Hochleistungs – Hühner hat er, vermittelt von der Hühnerhilfe Rettet das Huhn sogar vor ihrer Schlachtung (“Keulung”) nach ihrer Aussortierung aus der Legebatterie gerettet. Auch diese geben jedoch fleißig noch fast jeden Tag ein Ei, wie er zu berichten wusste.

Vor einigen Wochen haben wir Stefan zu Hause besucht und zu Tipps und Tricks der Hühnerhaltung im heimischen Garten interviewt. Die Anschaffung eines Hahnes bietet sich nach seiner Aussage mit Rücksicht auf die liebe Nachbarschaft wohl eher nicht an und interessanterweise müssen die Eier, um produziert, gelegt zu werden und essbar zu sein, auch gar nicht von einem Hahn befruchtet werden. IMG_6058

Im Schnitt 4 Eier täglich legen die Hühner von Stefan, welche sämtlich passender weise einen Namen mit H am Anfang tragen. Mit ihnen und ihrer artgerechten Haltung haben er und seine Familie schon das ein oder andere Abenteuer erlebt, beispielsweise im Hinblick auf eine seiner Hennen mit “unerfülltem Kinderwunsch” oder aber der Erfüllung behördlicher Anforderungen wie der sogenannten “Aufstallpflicht”, wie sich auf seinem eigenen Blog Stadtlandeier sehr schön nachlesen lässt!

Eins ist jedenfalls klar, einen Hühnerbraten wird es niemals geben, auch wenn Stefan dies ursprünglich zwar geplant hatte ;-) Seine Frau ist zum einen Veganerin und zum anderen hat man die lieben Hühner bereits nach so kurzer Zeit der Haltung in sein eigenes Herz geschlossen, dass eine Schlachtung dieser ohnehin schon emotional unmöglich gewesen wäre :-)

IMG_6042Bielefelder Kennhühner gehören zudem zu den besonders schönen Hühner – Exemplaren!

Aber seht selbst …

Der Franziskusweg – ein Pilgerweg in Italien

Eine bisher weitgehend unbekannte Alternative zum berühmten Jakobsweg in Spanien – dem Camino de Frances – mit Endziel in Santiago de Compostella ist der Franziskusweg in Italien, welcher von Florenz nach Rom, streckenweise durch die Toskana führt. Franziskusweg_Pilgerfuehrer_9783954310-0203

IMG_0923Landschaftlich äußerst reizvoll, vor allem für Italien- und Toskana-Fans sicherlich die erste Wahl und möglicherweise interessanter als der mittlerweile leider vor allem in den Sommermonaten sehr überlaufene Camino de Frances. Der Franziskusweg ist noch keine “Pilger-Autobahn”, sondern enthält auch unbefestigte und weniger ausgebaute Streckenabschnitte. Zudem dürfte die “Reise zu sich selbst”, welche der Pilger schließlich mit dem einfachen Wandern als darüber hinausgehenden Sinn und Zweck seiner Reise verbinden will, hier noch authentischer und in wesentlich mehr Ruhe und Abgeschiedenheit zu finden sein.

Franziskusweg_Pilgerfuehrer_9783954310-0203_InnenseitenSimone und Anton Ochsenkühn vom Amac – Buchverlag haben sich intensiv mit dem Franziskusweg und dessen Historie beschäftigt und haben sich diesem Abenteuer gestellt. Dabei heraus gekommen ist zudem ein wunderschöner sowie spannender Reiseführer, der sicherlich eine wertvolle Hilfestellung beim Beschreiten dieses Pilgerweges darstellt, da der Franziskus, anders als der Camino, auch vom Ausbauzustand der Beschilderung und des Wegenetzes stellenweise noch etwas improvisiert ist.IMG_0443

Hier einige Eindrücke und Fotos der Autoren von ihrer Tour.

Herzlichen Dank an die Beiden für deren Zurverfügungstellung!

 

Verlagstext zum Reiseführer:

Der Franziskusweg von Florenz nach Rom – Ein Pilgerweg für alle Sinne

Wollten Sie nicht schon immer die Wanderschuhe schnüren und einfach losgehen? Simone und Anton Ochsenkühn forschen seit vielen Jahren nach den Spuren des Franz von Assisi auf dem Franziskusweg in Italien. Insgesamt 500 Kilometer führt er von Florenz über Assisi nach Rom. 30 Tagesetappen mit vielen Höhenmetern müssen vom Pilger/von der Pilgerin überwunden werden.

IMG_0363Der Weg führt längs durch den Apennin durch weitläufige Naturschutzgebiete, hügelige Landschaften und italienische Hochkulturgebiete. Immer wieder trifft man auf einsame Klöster, besinnliche Orte und unberührte Natur. Auf den Spuren des heiligen Franziskus läuft man auf historischen Pfaden zu vielen seiner Wirkstätten. Man startet in der Stadt der Künste, Florenz in der Toskana, direkt hinein in die Natur. Assisi als geografische Mitte und Geburts- und Sterbeort Franziskus liegt im Herzen Umbriens. Das Ziel heißt nun Rom in der Region Latium.

Der Weg ist nicht klassisch beschildert, wie man es von den Pilgerautobahnen wie dem Jakobsweg gewöhnt sein könnte. Der Weg führt auf Wanderwegen und Bergwanderwegen in die Naturschönheiten der Regionen und weist teils historische Spuren des Franziskus auf. 

Pilgerlager gibt es kaum, geschlafen wird in normalen einfachen Pensionen, Klöstern, Herbergen. Das Essen ist ein Traum, ein Fest für die Sinne, die sich auf dem Weg schärfen. Unweigerlich wird man in den Bann dieser magischen Orte gezogen und auch wenn man nicht religiös ist, so scheint es, dass man Franziskus unweigerlich begegnet.

Wir finden, dass dieser Weg das Schönste ist, was man derzeit erleben kann.
Übersicht_Franziskusweg

Die Kräuter – Staffelei

Der Anbau von Kräutern stellt so manchen Stadtmenschen vor ein Platzproblem, sofern dieser auf seine Terrasse oder Balkonien angewiesen ist und er keinen geräumigen Garten zur Verfügung hat. Einfacher und schöner geht es mit dem schnell selbst gebastelten und trotzdem nett anzusehenden Kräuterregal nach einer Idee von Stefan Kuna-Wagenhuber, den wir dieser Tage in Hamburg besuchten und der uns neben seinen “Stadthühnern” auch seine genial simpel herzustellende Idee für einen Aufbewahrungsort für heimischen Küchenkräuter präsentierte. Er selbst nennt es “Kräuterstaffelei”, da diese nach ähnlichem Prinzip wie eine Malerstaffelei gebaut ist und so platzsparend aufgestellt werden kann :-)

Man braucht zum Nachbau lediglich ein alte Euro/Holzpalette, 2 – 3 Dachlatten, eine Dose farbige Holzlasur oder Öllasur und natürlich jede Menge Kräutertöpfe!

Aber seht selbst, bevor wir uns hier in langen Ausführungen verlieren!

Eine detailliertere Bastelanleitung findet Ihr zudem auf Stefan´s eigenem Blog Stadtlandeier

Thaiboxen oder Muay Thai

Thaiboxen oder klassisch “Muay Thai” gilt seit jeher als legendäre, wenn nicht sogar eine der härtesten Kampfsportarten der Welt. Im Gegensatz zum Europäischen Boxen sind hier spezielle Knietechniken, der Ellenbogenschlag und das sogenannte Clinchen (Umklammern des Gegners) erlaubt. Es wurde das erste Mal 1921 offiziell in einem Ring ausgetragen und in den ersten Jahren wurden die einzelnen Runden noch anhand von mit Wasser volllaufender Kokosnüsse anstatt mit einer Uhr nach Zeitablauf gemessen. Kokosnuss

Die bekannteste Technik im Muay Thai ist wohl der Kick mit dem blanken Schienenbein, gezielt auf den Oberschenkel oder auch die Rippen des Gegners. Hierzu besagt die Legende, dass die Thaiboxer diesen zunächst sehr schmerzhaft mit dem Aufschlagen ihrer Schienenbeine auf blanke Eisenstangen trainieren, um so die dortigen Nervenbahnen zu zerstören und eine gewisse Schmerzunempfindlichkeit zu bewerkstelligen. Aber auch der feste Ellenbogenschlag von oben herab auf den Kopf bzw. das Gesicht des Gegners ist eine der bevorzugten Angriffs- und Verteidigungstechniken. Aufgrund des speziell mit diesen beiden Techniken einhergehenden sehr hohen Verletzungsrisikos gilt das Thaiboxen als weitaus risikoreicher und gefährlicher als unsere westlichen oder europäischen Boxstile und Kampfkunstarten.

Thaiboxen kann aus unterschiedlichen Motiven ausgeübt werden, z.B. als reiner Fitnesssport, zur Selbstverteidigung, als Wettkampfsportart oder aber als Kampfkunst. Die Thaiboxer selbst sind in Thailand Idole und oft sogar bei entsprechendem Erfolg geradezu verehrte Nationalhelden. IMG_5493

Frank hat sich in Thailand diesen Sport näher angesehen und folgende interessante Trainingsart kennengelernt und selbst ausprobiert, das sogenannte “Riding the Elephant”, welche speziell zum Aufwärmen vor dem Training eingesetzt wird … lustig sieht es allemal aus, wenn es denn auch die entsprechende Kondition bringt: