Anmeldeschluss Männerwochenende !!!

Hallo Männer,

es naht der Anmeldeschluss für unser Event, das “1. Echte – Männer-Wochenende unter der Mühle”!

Wer von Euch teilnehmen möchte, sollte sich daher verbindlich anmelden bis zum 18.08.2016 – 22 Uhr!

Bitte sendet uns eine PN hier über Facebook oder eine Email an woermer@ra-woermer.de – alles weitere teilen wir Euch dann mit!

Für die besonders Kurzentschlossenen unter Euch gibt es einen Sonderrabatt  :-)  wer sich jetzt innerhalb der nächsten 24 Stunden anmeldet – also bis morgen Mittag 15 Uhr – bezahlt nur 299,- € für das komplette Wochenende inclusive Hotel und voller Verpflegung für das körperliche und geistige Wohl !!!!

Also … entscheidet Euch!!!!

Das 1. “Echte-Männer-Wochenende”!

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Angehängt noch einmal das detaillierte Programm:

Das 1. „Echte Männer“ Wochenende unter der Mühle
“Sie kamen als Fremde und gingen als Männer”

Das ultimative Open-Air-Männer-Wochenende im Park „Alte Mühle an der Dong “ am Niederrhein

Samstag, 27.08.16 – Sonntag, 28.08.16

Hotel-Check In: Freitag, 26.08.2016 bis 21.00 Uhr
Hotel-Check Out: Sonntag, 28.08.2016 19.00 Uhr

2 Übernachtungen im ***Hotel Dampfmühle,
47506 Neukirchen-Vluyn

Event:

Sa. von 08.30 Uhr bis 22.00 Uhr
So. von 08.30 bis 16.00 Uhr

Preis pro Teilnehmer: 450,- € (all inclusive)

Programm:

Abmarsch zur Mühle um 08.00 h- die Männer haben sich wie richtige Männer nass rasiert und eiskalt abgeduscht! Im Gepäck führen sie Wechselwäsche, Handtuch, Regenzeug und alles, was man sonst noch so brauchen wird! Und sie haben gute Laune, weil sie Ihrer naturgemäßen Bestimmung zugeführt werden!

- Meet & Greet mit Bestseller-Autor, „Obermacho“ Dr. Joachim H. Bürger (Mann bist DU gut) und Männerbuch-Autor Frank Rose (Störfall Frau)

- Raunen Yoga mit Frank Rose zur männlichen Vitalitäts-Steigerung. Ein geschlossenes System zum Nachüben für zu Hause. Mit Deinen neuen Yoga Kenntnissen wirst Du Deine Attraktivität gegenüber dem schwachen Geschlecht um mindestens 350% auf der Esoterikskala erhöhen, und Dir den ein oder anderen ONS maximal erleichtern!

- Box-Training mit echten Profi-Box-Trainern, welche Dir die richtigen „Moves“ beibringen, wer sich traut in den Ring zu steigen kann dies tun, auch als Sparringspartner! Selbstverständlich haben wir einen Ringarzt am Gym. Einen Mundschutz bekommst Du von uns. Aber Männer: nachher nehmt Ihr Euch wie echte Kerle in den Arm! Nebenbei bringen wir Dir den ein oder anderen „Dirty- Trick“ bei wie Du Dein Gegenüber wie im besten Western umhaust!

- Wave-Spinning als Grenzerfahrung für die ganz Harten! Wie schon im Mittelalter sich die Müllerburschen bei ganz starken Wind an einen Mühlenflügel gebunden haben werden wir dies nachtun! Aber Achtung das ist nur für die ganz abgewichsten unter uns und sicher keine Pflichtübung!

- Lagerfeuer-Romantik mit Western-Grillabend beim Sound von Los Molineros. 2 Vollblutmusiker in der zweiten Lebenshälfte die wissen was Balsam für die Ohrmuschel ist. Mit den Klängen im Hintergrund tun wir das was wir am besten können: Grillen, Saufen und Gespräche unter Männern führen!

- Einführung in die Ernährung nach hipper Rohkost, um genug Gesprächsstoff zu haben beim Eindringen in neue weibliche Jagdreviere, wo Du fast (noch) keinen Wettbewerb hast! Wir zeigen und erklären dir die Grundlagen der Rohkost, die Dich verbunden mit Deinen schauspielerischen Fähigkeiten zum perfekten Match für jede „Bio- Schnitte“ machen.

- Moderierte Selbstfindungs-Gruppengespräche am Lagerfeuer – auch zu brenzligen Lebensfragen mit Fachleuten! Junge wir meinen es Ernst, sehr Ernst! Wenn die Nation uns braucht dann sind wir da. Natürlich könnt Ihr jederzeit unsere Ärztin und unsere Rechtsanwältin ansprechen. Egal ob morgendliche Lattenmüdigkeit oder Drachenentsorgung (Scheidung) – mit uns könnt Ihr Reden! Wir sind für Euch da!

- Symbolische Hexen-Verbrennung als Ritual zur Ex- (Frau) Entsorgung und der inneren Befreiung! Gemeinsam projizieren wir all das Unrecht, was uns Frauen angetan haben, in diese Strohpuppe und lassen sie „in Flammen aufgehen“. Ein herrlicher Akt der Befreiung, gepaart mit einem anständigen Hauch Voodoo.

- Karaoke Mutprobe mit Profi-Begleitung für die unter uns, die Eier haben. Egal – wir sind unter Freunden und obwohl Du etwas leise angefangen hast, wirst Du vom Klatschen Deiner Freunde angefeuert und immer besser und lauter.

- und vieles mehr für Männer, für echte Männer!

“Störfall Frau” … Wiedererkennungswert?

Liebe Männer, kommen Euch die folgenden Zeilen irgendwie bekannt vor?

Darüber möchten wir mit Euch reden bzw. echte Lösungen anbieten:

Auszug aus “Störfall Frau” (S. 19 ff.):

“Das klassische Modell: sie bleibt zu Hause und zieht die Kinder groß und wird dabei immer unzufriedener und er zieht raus in den großen Kampf und „jagt“ den Unterhalt für die gesamte Familie und vögelt dabei seine neue blutjunge Sekretärin, da Frauchen spätestens nach der zweiten Schwangerschaft ohnehin keine Lust mehr auf Geschlechtsverkehr hat.

Ein typisches Bild, welches sich seit den 1950-er Jahren bis heute unerschütterlich und stabil hält und nicht selten anzutreffen ist. In der Realität hat sich leider wenig geändert, trotz sämtlicher Emanzipationsbewegungen.

Um dieses gegenseitig unweigerlich bei mehrjährigen Beziehungen voranschreitende gegenseitige Dessinteresse zu vermeiden, gibt es in der zu diesem Thema erhältlichen Ratgeberliteratur lediglich eine Lösung und diese lautet „Beziehungsarbeit“. Dies hört sich in den Ohren der meisten Menschen fast genauso attraktiv an wie „Fußpilz“ und wird folgerichtig von der überwiegenden Zahl an Paaren daher auch konsequent vermieden.

Männer werden aber nicht nur als Retter, sondern auch als Ernährer, Diener oder gerne als starke Superhelden gesehen. Das schwache Geschlecht, wie Frauen auch immer bezeichnet werden, schaut zu ihnen auf, er soll souverän, unverletzlich, über den Dingen stehend wirken, entweder durch Bildung oder Körperkraft. Die Damenwelt sucht angeblich seine Schulter zum Anlehnen, sieht in ihm einen Ruhepol, der ihre eigene Launenhaftigkeit stets ausgleicht – immer gut drauf ist und sie aus den eigenen Tiefs und den Zweifeln an ihrem Selbstbewusstsein herausholt und diese brav ausgleicht.

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Dieses Spielchen funktioniert meist perfekt, viele Männer spielen es mit, es wurde ihnen ebenfalls so „eingetrichtert“ und vorgelebt von ihren eigenen Eltern. Männer sind grundsätzlich etwas gleichmütiger als die Frauen, machen sich nicht so viele Gedanken um alles, was ihnen tagtäglich so „über den Weg läuft“ und wirken daher nach Außen hin weitaus unverletzlicher und durch nichts so leicht aus der Ruhe zu bringen.

Sie suchen ihrerseits nach dem hübschen Weibchen, sind in erster Linie auf ihr Äußeres fixiert und wundern sich schließlich oft, was sie sich da „angelacht“ haben, wenn sie aus ihrem ersten (Sex-) Rausch aufwachen und sich ihre neue Eroberung mal „von Innen“ ansehen. Glücklicherweise geschieht dies bei den meisten Männern erst nach Jahren, falls es überhaupt jemals dazu kommt. Manchmal drängt sich der Eindruck auf, Männer merken ihr Leben lang nicht, wie sie behandelt werden oder welche netten Charaktereigenschaften ihre entzückenden kleinen Weibchen so an den Tag legen. Lange Zeit lassen sie sich jedenfalls so gut wie fast alles gefallen bis hin zu hysterischen Kreisch-Anfällen, geworfenen Tellern und Tassen, entweder an ihren eigenen Kopf oder die nächste Wand, stundenlange Beschimpfungen und Vorhaltungen, launisches „Herumgezicke“, endlose Monologe in Endzeitstimmung, ohne dass sie diesen Einhalt gebieten würden; einen Kommandoton, welcher selbst in der Bundeswehr beim morgendlichen Appel noch seines Gleichen suchen würde, dieser gepaart mit Anweisungen, welche mit ihren eigenen Bedürfnissen als Ehemann oder eigentlich doch gleichberechtigtem Partner so gut wie gar nichts mehr gemeinsam haben, sondern ihn stets nur als den Ernährer, nützlichen Unterhaltserbringer bzw. Versorger der wirtschaftlichen Grundbedürfnisse, Bediensteten oder auch kinderähnlich Entmündigten einstufen.

Dazu passende Dialoge, oder sagen wir lieber Monologe laufen meist folgendermaßen ab:

„Du hast heute wieder das falsche Hemd an! Wie siehst Du wieder aus? Wie der letzte Penner läufst Du herum!!“ – „Du hast wieder den Müll nicht heruntergebracht!“ – „Hast Du immer noch nicht verstanden, wie man die Tassen richtig in die Spülmaschine stellt?“ – „Hast Du Dich wieder vollgekleckert? Kannst Du nicht mal aufpassen??? Wie soll ich das da wieder herausbekommen???“ – „Lass doch nicht alles stehen und liegen, pass doch mal auf!! Da stolpert man doch drüber!!“ – „Kannst Du das nicht mal ordentlich wegräumen? Wie sieht es hier nur wieder aus??? Du bist unordentlicher als die Kinder!! Wie soll aus denen nur etwas werden, wenn sie Dich als Vorbild haben??“

Was meinen Sie als Leser, zu welchem der beiden Geschlechter passen diese Vorwürfe und rein rhetorischen Fragen besser?? Zu Frauen oder zu Männern??

Sind Frauen wirklich der Meinung, dass Ihr Mann Lust hat, sie nach einem Haufen derartiger Maßregelungen abends noch kreuz-und-quer durch ihr Haus oder die Wohnung zu vögeln?? Im Zweifel wollen sie das aber auch gar nicht. Sie sind selbst viel zu schlecht gelaunt dazu und haben ohnehin fast immer Migräne, wenn es denn „mal zur Sache gehen“ soll.”

Fortsetzung folgt …

Das 1. Echte-Männer-Wochenende!

Pokémon Go … welche rechtlichen Fallen drohen?

Über die Sinnhaftigkeit, Pokémon Go zu spielen, lässt sich trefflich streiten … jedoch scheint der Hype aktuell kaum aufhaltbar.

Welche rechtlichen Regeln sollte ich daher als Spieler zumindest kennen und beachten?

Völlig klar sollte sein, dass die Monster Jagd auf fremden Privatgrundstücken, anders als im öffentlichen Raum, schnell den Tatbestand des Hausfriedensbruchs, § 123 StGB erfüllen kann, sofern kein Einverständnis des Eigentümers mit dem Betreten seines Grundstücks vorliegt. Hier ist auch Vorsicht geboten bei vermeintlich öffentlichem Raum wie Krankenhäusern, Schulen oder Universitäten, denn auch diese werden heutzutage oft von privaten Betreibern unterhalten oder besitzen zumindest Gebäude- oder Grundstückskomplexe, deren Zutritt der Öffentlichkeit schlicht nicht gestattet ist.

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Wer während des Autofahrens auf sein Handy schaut oder dies auch nur in die Hand nimmt und dabei erwischt wird, muss wie immer mit einer Geldstrafe in Höhe von 60 € rechnen sowie einem Punkt im Verkehrsregister. Da in der Vergangenheit aus Sicht der Gerichte sogar die Verwendung des Handys als Navigationsgerät darunter fiel, wird es hier keinerlei Ausnahmen geben. Auch nicht im Offline- oder Trainingsmodus, denn entscheidend ist die mangelnde Aufmerksamkeit für den Straßenverkehr durch die digitale Ablenkung!

Aber Vorsicht nicht nur während der Autofahrt, auch wer ansonsten während des Spielens durch volle Konzentration auf den Handybildschirm nicht mehr auf seine Umgebung achtet und dadurch etwaige Unfälle im Straßenverkehr verursacht, handelt möglicherweise fahrlässig. Es kann ihm damit ein (Mit-) Verschulden für den Schaden anderer Unfallbeteiligter zugerechnet oder die Zahlung der eigenen Versicherung verweigert werden. Dies gilt möglicherweise selbst dann, wenn er lediglich als Fußgänger unterwegs ist und auf diese Weise andere Autofahrer in einen Verkehrsunfall verwickelt. Das gleiche gilt natürlich bei der Pokémon Go – Jagd vom Fahrrad aus.

Ein besonderes Schreckensszenario spielte sich bereits in den USA ab: eine Bande Krimineller lockte eine größere Gruppe leidenschaftlicher Monster-Jäger an eine abgelegene Ortschaft und raubte diese dort ohne Behinderung durch die Polizei und unbemerkt von der weiteren Öffentlichkeit aus. Auch wenn hierzu sicherlich die Manipulation des Spiels notwendig wäre, sollte man als Spieler trotzdem stets achtsam sein, wenn einen die Monsterjagd z.B. Nachts im Dunkeln und ganz allein in einsame Winkel und abgelegene Ecken lockt, vor allem als weiblicher Spieler!

Unabhängig von den aufgezählten rechtlichen Fallen bei unachtsamer Ausführung des Spiels, ist es aber auch völlig klar, dass die Pokémon Go – App schon allein unter Aspekten des Datenschutzes ein gewisses Risiko für die Nutzer birgt.

Das deutsche Datenschutzrecht zählt nach wie vor zu den strengsten internationalen Gesetzen auf diesem Gebiet, kein Vergleich zu der eher konträren Rechtslage z.B. in den USA, dem Land der Entwicklung dieser App.

Während des Spiels gibt der User dauerhaft seinen genauen Standort frei, welcher nicht nur über die üblichen, relativ ungenauen Telekommunikationsdaten, sondern konkret über GPS und damit metergenau ermittelt wird. Zudem filmt er für die gesamte Zeit des Spielens seine Umgebung detailgetreu mit der Kamerafunktion seines Handys ab. Diese Daten werden dauerhaft gespeichert – eine konkrete Speicherfrist gibt der Spielehersteller Niantic in seinen Nutzungsbedingungen nicht an – es werden hieraus Nutzerprofile erstellt und die Daten werden natürlich nach der aktuellen Gesetzeslage auch an die Strafverfolgungs- und Sicherheitsbehörden etc. auf deren Anforderung jederzeit herausgegeben. Eine Weitergabe und Verwertung der Daten an Google oder Facebook behält sich Niantic ebenfalls vor (“Third Party Service”). Hier sollte man als User ggfs. von seinen Wahlmöglichkeiten Gebrauch machen, sofern möglich!

Wer also von der Pokémon Go – App so richtig begeistert ist und beseelt von der Monsterjagd durch die Straßen zieht, sollte seine Augen nicht komplett vor seiner sogenannten “analogen Umgebung” dabei verschließen. Und letztlich auch die Summe seiner In-App Käufe für diverse Lockmittel, Pokébälle etc. etwas im Auge behalten.

Positiv anzumerken ist, dass die App die Spieler, welche ansonsten ehr ausschließlich zu Hause “In-Door” vor dem heimischen Computer sitzen, endlich wieder nach Draußen und in den Bewegungsmodus bringt!

Männerwochenende Teil 2

Beim “1. Echte-Männer-Wochenende!” am 26. – 28. August könnt Ihr neben vielen anderen Dingen u.a. die Moves des von Frank Rose speziell entwickelten RAUNEN-YOGAs © erlernen!

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Fernab von übertriebener Esoterik, irgendwelchem Simsalabim oder unnötigem Firlefanz, welches nur vom Wesentlichen ablenkt, wird hierbei geschwitzt, genauso wie auf der anderen Seite entspannt und dabei ganz einfach ehrliche und urwüchsige Körperbeherrschung trainiert!

RAUNEN-YOGA © kann sowohl vor als auch nach einem anderen anstrengenderen Work-out (z.B. Aufwärmen vor dem Boxen!) trainiert werden, eignet sich genauso gut aber auch als Trainingseinheit ganz allein!

Sämtliche Übungen der sogenannten 1. Form eignen sich zudem hervorragend, um diese komplett im Freien an einem schönen Ort wie dem eigenen Garten, öffentlichen Parkanlagen oder sogar auf einem etwas größeren Balkon zu Hause etc. zu absolvieren :-)

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Eine Trainingseinheit dauert in etwa eine halbe Stunde – sie kann also gut mal in der Mittagspause oder bei zu wenig Zeit, extra ein Fitnessstudio aufzusuchen, dazwischen geschoben werden und das Beste daran: die komplette 1. Form kann überall, praktisch ohne zusätzliche Trainingsgeräte – bis auf den eigenen Körper natürlich ;-) – oder ohne eine Matte/Unterlage durchgeführt werden.

Und trotzdem: es ist deutlich anstrengender als es vielleicht auf den ersten Blick aussieht :-)

Ihr werdet Muskeln spüren, von deren Existenz Ihr bisher nicht einmal eine Ahnung hattet!!

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Mehr Infos zur Veranstaltung: Das “1. Echte-Männer-Wochenende!”

Details auf FB: Männer Wellness Wochenende

Das 1. “Echte Männer” Wochenende unter der Mühle :-)

Das 1. „Echte Männer“ Wochenende unter der Mühle
“Sie kamen als Fremde und gingen als Männer”
Das ultimative Open-Air-Männer-Wochenende im Park „Alte Mühle an der Dong “ am Niederrhein
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Samstag, 27.08.16 – Sonntag, 28.08.16

Hotel-Check In: Freitag, 26.08.2016 bis 21.00 Uhr
Hotel-Check Out: Sonntag, 28.08.2016 19.00 Uhr

2 Übernachtungen im ***Hotel Dampfmühle,
47506 Neukirchen-Vluyn

Anmeldung:  info@rose-heilpraktiker.de

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Event:

Sa. von 08.30 Uhr bis 22.00 Uhr
So. von 08.30 bis 16.00 Uhr

Preis pro Teilnehmer: 450,- € (all inclusive)

Programm:

Abmarsch zur Mühle um 08.00 h – die Männer haben sich wie richtige Männer nass rasiert und eiskalt abgeduscht! Im Gepäck führen sie Wechselwäsche, Handtuch, Regenzeug und alles, was man sonst noch so brauchen wird! Und sie haben gute Laune, weil sie Ihrer naturgemäßen Bestimmung zugeführt werden!

- Meet & Greet mit Bestseller-Autor, „Obermacho“ Dr. Joachim H. Bürger (“Mann bist DU gut!”) und Männerbuch-Autor Frank Rose (“Störfall Frau” / “Mann sei Mann”)

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- Raunen Yoga mit Frank Rose zur männlichen Vitalitäts-Steigerung. Ein geschlossenes System zum Nachüben für zu Hause. Mit Deinen neuen Yoga Kenntnissen wirst Du Deine Attraktivität gegenüber dem schwachen Geschlecht um mindestens 350% auf der Esoterikskala erhöhen, und Dir den ein oder anderen ONS maximal erleichtern!

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- Box-Training mit echten Profi-Box-Trainern, welche Dir die richtigen „Moves“ beibringen, wer sich traut in den Ring zu steigen kann dies tun, auch als Sparringspartner!

2016-07-17-PHOTO-00011677Selbstverständlich haben wir einen Ringarzt am Gym. Einen Mundschutz bekommst Du von uns. Aber Männer: nachher nehmt Ihr Euch wie echte Kerle in den Arm! Nebenbei bringen wir Dir den ein oder anderen „Dirty- Trick“ bei wie Du Dein Gegenüber wie im besten Western umhaust! Für die Mutigen unter Euch steht Patrick Korte - ein Essener Profi-Boxer (5 Kämpfe, alle siegreich in der ersten Runde durch Technisches K.O.) als Sparringpartner zur Verfügung ;-)

- Wave-Spinning als Grenzerfahrung für die ganz Harten! Wie schon im Mittelalter sich die Müllerburschen bei ganz starken Wind an einen Mühlenflügel gebunden haben werden wir dies nachtun! Aber Achtung das ist nur für die ganz abgewichsten unter uns und sicher keine Pflichtübung!

- Lagerfeuer-Romantik mit Western-Grillabend beim Sound von Los Molineros. 2 Vollblutmusiker in der zweiten Lebenshälfte die wissen was Balsam für die Ohrmuschel ist. Mit den Klängen im Hintergrund tun wir das was wir am besten können: Grillen, Saufen und Gespräche unter Männern führen! IMG_1901 Lagerfeuer

- Einführung in die Ernährung nach hipper Rohkost, um genug Gesprächsstoff zu haben beim Eindringen in neue weibliche Jagdreviere, wo Du fast (noch) keinen Wettbewerb hast! Wir zeigen und erklären dir die Grundlagen der Rohkost, die Dich verbunden mit Deinen schauspielerischen Fähigkeiten zum perfekten Match für jede „Bio- Schnitte“ machen.

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- Moderierte Selbstfindungs-Gruppengespräche am Lagerfeuer – auch zu brenzligen Lebensfragen mit Fachleuten! Junge wir meinen es Ernst, sehr Ernst! Wenn die Nation uns braucht dann sind wir da. Natürlich könnt Ihr jederzeit unsere Ärztin und unsere Rechtsanwältin ansprechen. Egal ob morgendliche Lattenmüdigkeit oder Drachenentsorgung (Scheidung) – mit uns könnt Ihr Reden! Wir sind für Euch da!

- Symbolische Hexen-Verbrennung als Ritual zur Ex- (Frau) Entsorgung und der inneren Befreiung! Gemeinsam projizieren wir all das Unrecht, was uns Frauen angetan haben, in diese Strohpuppe und lassen sie „in Flammen aufgehen“. Ein herrlicher Akt der Befreiung, gepaart mit einem anständigen Hauch Voodoo.

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- Karaoke Mutprobe
mit Profi-Begleitung für die unter uns, die Eier haben. Egal – wir sind unter Freunden und obwohl Du etwas leise angefangen hast, wirst Du vom Klatschen Deiner Freunde angefeuert und immer besser und lauter.

- und vieles mehr für Männer, für echte Männer!

Weitere Infos + Anmeldung unter: Männer-Wellness-Wochenende

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Der neue kleine Vitamix im Test :-)

Endlich habe ich es über mich gebracht und den (nun nicht mehr ganz) neuen kleinen Vitamix, den S30 erworben! Lange hatte ich mit ihm geliebäugelt, konnte mich aber nicht ganz entscheiden zwischen einem weiteren großen Modell, eventuell einer anderen Marke,  oder einem mobilen kleinen Gerät, welches dann auch urlaubstauglich sein sollte, aber trotzdem die gleiche Leistung wie ein Großer erbringt und damit in der Lage sein sollte, leckere cremige Smoothies und Suppen oder Saucen in gewohnter Qualität zu produzieren :-)

S30vorMixenUnd da es den S 30 nun auch in so vielen verschiedenen neuen Farben gibt, war die Entscheidung wirklich nicht so einfach! Ich habe dann das knallige Rot gewählt, so kann man ihn im Gewusel einer oft von Obst und Gemüse überfüllten Küchenzeile auch nicht übersehen ;-)

Beim Zusammenbauen fällt auf, dass man mehrere kleinere Einzelteile im Gegensatz zum großen Modell zusammendrehen und -stecken muss, so sollte man z.B. auch darauf achten, das Dichtungsgummi nach jedem Mixvorgang einzeln zu reinigen, da sich auch dort Reste vom Pürierten sammeln. Aber die Zerlegung in sämtliche Einzelteile hat hier schließlich den Vorteil, das alles in der Spülmaschine gewaschen werden kann und so ist die Reinigung auf Dauer sehr viel einfacher und bequemer als beim Großen, den man nach einiger Zeit denn doch von Innen mal richtig mit der Hand “schrubben” muss. Neu ist zudem die von Vitamix beigefügte Beschreibung, in welcher empfohlen wird, beim Schichten des zu mixenden Inhalts eine bestimmte Reihenfolge einzuhalten, erst das Grüne, dann weiches Obst etc. und alles etwas zerkleinerter, schon aufgrund des etwas kleineren Behälters. Letztlich ist aber alles ganz easy, der Behälter ist schnell gefüllt, beim Aufsetzen des Deckels ist noch einmal etwas Fingerspitzengefühl gefragt, denn dieser muss nun dank überarbeiteter Konstruktion beidseitig richtig einrasten, d.h. es sollte leise “klack” machen, dann weiss man, dass dieser fest sitzt und nicht im nächsten Moment die weisse Küchendecke in einem Kermit-giftgrün leuchtet :-D  S30Mixen

Wenn man dies beherzigt, sollte aber alles “safe” sein, statt dem gewohnten Hebelschalter hat der S 30 nur einen Drehschalter, dieser leuchtet direkt bei gegebener Stromzufuhr und beim Einschalten dreht man zunächst gegen einen kleinen Widerstand. Zerkleinern sollte man laut Vitamix zunächst auf kleinerer Stufe und dann langsam erhöhen bis man bei voller Umdrehungsgeschwindigkeit den Smoothie schön cremig werden lässt. Während beim Großen auf Höchstgeschwindigkeit denn auch alles in “Null-Komma-Nichts” smooth ist, dauert es beim Kleinen schon ein paar Sekündchen länger. Aber wie optisch erkennbar, reichen auch die 1 PS aus, um eine völlig stückchenfreie sämige Konsistenz zu erreichen. Geschmacklich konnte ich jedenfalls bisher keinen Unterschied bemerken! Wirklich harte Brocken wie Melonenschale, Avocadokerne etc. habe ich allerdings auch nicht versucht.

S30GadgetFazit: der Kleine ist top! Er bringt seine Leistung dem Großen für die gewünschten Zwecke ebenbürtig! Er nimmt wenig Platz weg, lässt sich zumindest bei Reisen mit dem Auto ohne weiteres im Gepäck verstauen und nicht zu vergessen: Vitamix liefert als Gadgets noch zwei durchaus praktische To-Go-Becher in 600 ml Größe mit, welche doppelwandig sind und den Inhalt somit länger kühl oder warm halten! Für den kleineren Single-Haushalt, als Reisealternative zum Großen oder für nur gelegentliches Smoothie- etc. mixen ist der S 30 in jedem Fall ausreichend und eine tolle Ergänzung zu ansonsten doch eher immobilen Großgeräten.

Erwähnenswert dürfte noch sein, dass man die Vitamix-Geräte mittlerweile auch in größeren Kaufhäusern wie z.B. dem Kaufhof erhalten kann, daher nicht mehr auf den Online-Kauf reduziert ist und sie vor Ort schon anschauen kann :-)

Ich “Wien” dann mal weg …

Ein Kurzurlaub nach Wien ist schnell organisiert, von Deutschland aus bekommt man selbst ein paar Tage zuvor noch preisgünstige Angebote und wenn man sich etwa schon ein, zwei Wochen vor Reiseantritt entscheiden kann, bleibt man leicht mit Hin- und Rückflug unter 100,- €, eine gewisse Flexibilität vorausgesetzt.

Wiener Melange

Übernachtungsmöglichkeiten sind ebenso zahlreich wie bezahlbar vorhanden. Wer nicht gerade im Steigenberger oder einem anderen Luxustempel im ersten Bezirk absteigen möchte – oder sich dies gezielt leisten will samt verbundenem Ambiente – und gerne ein paar Schritte beim Erkunden einer interessanten Stadt läuft, wird hier bereits ab 45,- € die Nacht im Ibis Budget, gelegen immerhin in der Nähe des Prater Sterns fündig. Nach aufwärts ist selbstverständlich wieder einmal alles, wie in Weltstädten üblich, zu haben!

Kutsche

StraßenschildWien ist in Bezirke eingeteilt und in welchem man sich gerade befindet ist praktischerweise für die Fußgänger und auch andere Reisende auf fast jedem Straßenschild vor dem Straßennahmen erkennbar. Darüber hinaus gibt es Fahrradstationen mit öffentlichen Leihfahrrädern, wie ebenfalls mittlerweile in sämtlichen größeren Städten, an den zentralen Punkten, aber gerade auch in den Randbezirken. Und zufällig beispielsweise auch vor erwähntem Ibis Hotel. Das öffentliche Verkehrsnetz in Wien ist einfach verständlich und überschaubar für ansonsten eher “Nicht-Bahnfahrer”, längs wird alles durch die U1 verbunden und quer durch die U3, Fahrkarten sind einmal entwertet, sowohl für U- als auch S-Bahn gültig und im gesamten Stadtgebiet kostet eine einzelne Fahrt ohne zeitliche Unterbrechungen schlappe 2,20 €. Im Vergleich zu vielen anderen Städten international ein echter Sozialpreis!

So fährt vom Flughafen auch direkt die S7 für ganze 4,40 € innerhalb von 25 Minuten in die City bzw. zum Praterstern, eine günstige Alternative zum Taxi, welches ohne Vorbestellung um die 50 € kostet.

CafeCentralWas schaut man sich in Wien an? Gut, dies bleibt eigentlich jedem selbst entsprechend der persönlichen Vorlieben überlassen. Unsere Empfehlungen lauten, je nach Zeitplan natürlich: den ersten Bezirk, d.h. die Innenstadt ablaufen sowieso! Ein Blick in den Stephansdom werfen, kurz an der Staatsopfer vorbei, durch das Tor zur Spanischen Hofreitschule schreiten und dort den Lipizzanern, welche aus ihren Boxen rausschauen, zuwinken … eventuell eine Kutschfahrt im berühmten “Fiaker” machen.  Nicht zu vergessen, eine Wiener Melange – im Endeffekt ein kleiner Milchkaffee mit aufgeschäumter Milch – in einem der zahlreichen nostalgischen Kaffeehäuser trinken. Einen Kaiserschmarren essen, unbedingt im Café Central! Unter der Woche spielt dort nach alter Kaffeehaustradition Abends ein Pianist. Die Decke wirkt fast sakral mit ihren gotischen Kuppeln. Etwas moderner kommt z.B. das Café Prückel oder das Café Leopold daher.

KaiserSchmarrnDie Kunstausstellungen im Schloss Belvedere sind nett anzuschauen, aktuell gab es dort Egon Schiele und Gustav Klimt zum “Bild der Frau”, nichts ungewöhnliches, sind die Österreicher doch sehr stolz auf ihre beiden vermutlich bekanntesten Maler. Auch im Albertina in der Innenstadt findet man eine ständige Ausstellung zu diesen, ebenso wie im Leopold-Museum. Etwas irritierend im lustigen Sinne war die moderne Ausstellung im Eingangsbereich, so standen dort kleine Schneemannfiguren in einer Vitrine, bezeichnet als “Moderne Kunst” :-) Sind demnach alle Kinder Künstler?!

Ebenso belustigend die Tatsache, dass gerade Egon Schiele wohl eine gewisse Zeit der Besessenheit durchlebte, in welcher er ausschließlich Bleistiftzeichnungen von “masturbierenden Frauen” anfertigte. Ein ganzer Raum hing voll von diesen, das intellektuelle Publikum stand versonnen davor und starrte diese teils minuten- oder gar stundenweise an. Man stelle sich vor, die gleichen kunstbegeisternden Damen finden unter dem heimischen Ehebett einen Playboy, der folgende Ehekrach ist vorprogrammiert … Doch nichts anderes dürften diese Kunstwerke  in der Zeit Ende des 18. /Anfang des 19. Jahrhunderts dargestellt haben.KlimtAusstellung

Ein etwas exotischerer Tipp wäre das Aufsuchen eines der mittlerweile in unserem Nachbarland häufig vertretenen – da zum “medizinischen Gebrauch” freigegebenen Konsums – Hanf-Shops. Kaufen kann man dort vom Samen aufwärts bis zur ausgewachsenen Hanfpflanze alles, samt passenden Düngemitteln und allerlei Gebrauchsuntensilien. Möglicherweise sind die Wiener auch deshalb so entspannt, so wird die alte Kaffeehaus-Tradition “modern” interpretiert fortgesetzt, und dies würde auch das Entstehen so manchen skurrilen, durchaus sehenswerten österreichischen Filmes erklären. Unbedingt anschauen sollte man sich schon zu Hause quasi als Vorbereitung auf den Wien Besuch “Der Aufschneider”, Teil 1 + 2, spielt in Wien und Umgebung, eine etwas untypische Krankenhaussatire über einen “abtrünnigen” Pathologen samt Kollegenschaft. Auf diese Weise erlernt man auch gleich den Wiener Dialekt, ein bisschen Geduld ist bei absoluter Unkenntnis der Sprache oder des österreichischen Charakters und Wortwitzes angebracht. Der Vorteil: mit fortschreitendem Verständnis erschließen sich hier immer neue Pointen ;-)

Der skurrile Humor zeigt sich auch in so mancher U Bahn - Reklame ...

Der skurrile Humor zeigt sich auch in so mancher U Bahn – Reklame …

Vor jedem Österreich Urlaub ohnehin sehenswert ist nachwievor die “Piefke Saga”, “Bad Fuckingen” oder “Der Knochenmann”.

Im Frühjahr, wenn es wärmer wird oder an lauen Sommerabenden setzt man sich schließlich mit einem Bier an die Donau, gesundheitsbewusster ist es, an dieser entlang zu Joggen. Man hat ohnehin den Eindruck, dass auf gesunden Live-Style in Wien sehr viel wert gelegt wird, es gibt viele Bio-Läden, selbst in der Innenstadt zahlreiche Bio-Bäckereien, aber auch Saftbars, Grüne Smoothie Bars oder Salat-to-go-Läden. Modernere Restaurants führen neben den sonst bekannten Mehlspeisen eine Vielzahl an gesunden Gerichten und in einigen Hotels findet sich bereits ein Veganes Frühstücksangebot. Und ein leckeres veganes Eis gibt es jetzt in den ersten Sonnenstrahlen bei “Eis Greisler” oder “Veganista” allemal …

VaseblauEbenso erfreulich: in fast allen größeren Café Häusern + Restaurants findet sich ein WLAN – Hotspot für einfaches Gratis Surfen, dies auch auf verschiedenen öffentlichen Plätzen der City, so ist die sogenannte Innere Stadt, der 1. Bezirk, fast vollständig abgedeckt, aber z.B. auch das Museumsquartier, wo man in der Sonne gemütlich auf den dort aufgebauten Liege-Installationen chillen kann, und in den Hotels sowieso.

Wien ist insgesamt vom Spirit her eine sehr moderne Stadt – so viele vegane Restaurants oder hippe Schmuck- und Designerläden wie im 7. Bezirk dürfte man sonst nur in Berlin finden – hinter einer sehr dekorativen stilvollen sowie historischen Fassade.

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Links im Bild “Streetart” in Wien :-)

Dies war “der erste Streich” … der zweite folgt sogleich, dann stellen wir Euch konkrete Tipps zum Chillen, Shoppen oder Essen und Trinken vor!

 

 

 

 

 

Felix Sturm … nach dem Kampf ist vor dem Kampf!

Genau 7 Tage nach dem Boxkampf Felix Sturm versus Fedor Chudinov und der in der gleichen Nacht statt gefundenen Pressekonferenz hier nun unser Rückblick auf diesen nicht ganz unspektakulären Kampf:

DSC_0052Der Kampf ging wie angesetzt über 12 Runden, welche nach dem Urteil der Punktrichter in den Runden 1 und 2 für Sturm entschieden wurden, die Runden 4, 5, 6 waren sehr eng und die Runden 11 + 12 gingen wieder an Sturm. Selbst die Experten waren sich hier zunächst nicht einig, wie genau gezählt worden war. Und so gab es in den Tagen nach dem Kampf “heiße” Diskussionen in diversen Box-Foren und eine deutlich gespaltene Meinung zur Bewertung. Die Wogen haben sich mittlerweile geglättet. Der zwar knappe, aber dennoch eindeutige und vor allem auch verdiente Sieg von Felix Sturm dürfte allgemein feststehen, auch wenn die Enttäuschung des russischen Gegners über seine Niederlage sicherlich sowohl sportlich als auch menschlich nachvollziehbar ist.DSC_0113

Felix boxte nun bei seinem Revanche Kampf gegen Chudinov sehr viel stärker und auch vom Stil her anders als in der Hinrunde, worauf letzterer sicherlich nicht eingestellt war. Dies war bestimmt nicht ganz unbegründet in dem überzeugenden Trainingsstil seines neuen Trainers Magomed Schaburow. trainingAuch war Felix vor dem Kampf sogar von Landsleuten wie Axel Schulz eher “heruntergeredet” worden, der noch am Tag des Kampfes in der Bild Zeitung mit der Aussage “Heute geht Felix Sturm in Box-Rente!” zitiert wurde.

Und dies obwohl er für Deutschland boxt und somit im eigenen Lager doch eigentlich auf Unterstützung hoffen sollte. Berechtigterweise konnte sich daher Sturm in der anschließenden Pressekonferenz im TV einen gewissen Seitenhieb in Richtung Schulz nicht ganz verkneifen, der als Kommentator für Boxkämpfe mittlerweile eine weitaus erfolgreichere Karriere hingelegt hat als beim Boxen selbst.

Insofern hatte das Lager von Chudinov natürlich “leichtes Spiel” gegen Sturm erwartet.

Noch spektakulärer als der ohnehin schon spannende Boxkampf war aber die sich anschließende Pressekonferenz für die Printmedien: das Team Chudinov behauptete sofort eingangs, unfair behandelt worden zu sein und legte demonstrativ die vom Gastgeber Sturm Boxing gestellten Boxhandschuhe vor. Es handelte sich um die vom Hersteller Elvis Phillips Grant hergestellten, handgenähten Boxhandschuhe, welche von fast allen bekannten Profi-Boxern, Champions und Weltmeistern, u.a. auch von den Klitschko Brüdern und nun auch von dem Popsänger Justin Biber getragen werden. Chudinov hatte diese in der Farbe Rot gewählt.

DSC_0172Als er diese nun nach dem Kampf vorlegte, war die Farbe an den Schlagflächen fast vollständig abgewetzt, als Beweisstück lag ebenfalls ein weisses Handtuch bereit, auf welchem rote Farbspuren erkennbar waren.

Wie nun die rote Farbe auf das Handtuch gekommen ist – Felix Sturm habe nach Aussage seines Pressesprechers persönlich an den Handschuhen einen Geruch von Lösungsmittel wahrnehmen können –  mag dahinstehen. Selbst wenn man annehmen wollte, dass es hier zu einer vorzeitigen Ablösung von Farbe gekommen sein sollte, so hatte dies sicherlich keine Auswirkung auf den Ausgang des Boxkampfes. Schließlich hätte in dem Fall vor allem Felix Sturm die rote Farbe der Handschuhe seines Gegners im Gesicht haben müssen und wäre insofern eher der Geschädigte dieses Malheurs gewesen.

Als Höhepunkt stürmte schließlich noch einer der Manager von Chudinov in die laufende Pressekonferenz und forderte lautstark und ungehalten einen umgehenden Rückkampf von Sturm noch im Mai diesen Jahres in Moskau vor Ort, der Fairness halber! Das gesamte Setting musste auf die anwesenden Journalisten und Außenstehende fast wie inszeniert in seiner Dramatik wirken.DSC_0161

Einen solchen Kampf wird es jedoch vor allem so zeitnah nicht geben. Nach Aussage des Managements von Sturm folgt nun zunächst ein Kampf in Sarajevo. Dort gäbe es ein schönes neues Stadion, in welchem Felix kämpfen wolle, da die gesamte dortige Nation – Sturm ist Bosnier – dort “Kopf stände” und ihn wie einen Nationalhelden feiere.

Zu einem möglichen Kampf mit Artur Abraham wollte man sich nicht äußern, dieser müsse zunächst den geplanten Kampf am 09.04. in Las Vegas erfolgreich bestreiten und sich so aus seiner aktuellen Rolle als Außenseiter hervor kämpfen.

Viel sehen würde man jedoch zukünftig von Maurice Weber, dies sei aktuell der einzige Boxer in Deutschland, bei welchem man das Potenzial für eine erfolgreiche Karriere und der Chance auf einen Weltmeistertitel sehe.

Am Rande des Sturm – Kampfes waren natürlich noch einige andere Talente zu sehen, so im Vorkampf der wiederum siegreiche Francesco Pianeta, welcher noch 2013 selbst gegen Klitschko geboxt hatte.

DSC_0013Und eine der Hoffnungen im Frauenboxen, Anja Moskil mit ihrem Trainer Hakan Sayrac, immerhin schon Mitglied der Deutschen Nationalmannschaft und NRW Meisterin sowie Deutsche Vizemeisterin etc. als Amateurin.

 

Immer gut drauf wie man sieht, die Jungs aus dem Team von First Punch Boxpromotion, waren selbstverständlich auch beim Kampf dabei:

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Boxmuseum Wien, Box Union Favoriten

IMG_1917Bei seinem letzten Aufenthalt in Wien nutzte Frank die Zeit und schaute sich das Boxmuseum von Alfred Marek im 10. Bezirk an. Das Boxmuseum ist angeschlossen an den Boxclub „BUF“ – Box Union Favoriten – und hält nicht nur in Österreich und in Europa, sondern möglicherweise weltweit die hochwertigste Sammlung von Originalen der Geschichte des Boxens von Deutschland und Österreich bis einschließlich dem Jahr 1945 bereit. Zudem ist der BUF ein wirklicher Kult Club für Leute, die sich mit dem Boxen auskennen oder an dem Sport interessiert sind. Der BUF hat zudem bis heute die meisten Meister in der Geschichte Österreichs hervorgebracht und ist damit der erfolgreichste Boxclub hier vor Ort.

IMG_1939Ein Besuch lohnt sich jedenfalls immer, sofern man sich gerade in Wien aufhält.

Kommt man herein findet man sich direkt in einer Art Salon wieder, eingerichtet mit antiken Möbeln, jeder Menge alter Bilderrahmen und nostalgischer Beleuchtung sowie historischen Blumentöpfen, Fachbegriff Cachepot, aus der Zeit des Art Deko, Jugendstil oder Art Nouvelle. Als Gast erhält man in diesem stilvollen Ambiente zudem auf Wunsch auch einen Kaffee serviert, welcher durchaus geschmacklich mit der berühmten Wiener Kaffeehaus Kultur mithalten kann. Gesüßt wird dieser allerdings mit Stevia statt mit handelsüblichem Zucker. Fredi, so wird er von Freunden genannt, und seine Freundin Christiane sind nämlich moderne, gesundheitsbewusste Menschen.

Fredi & Christiane

Fredi & Christiane

Neben der historischen Einrichtung, Fredi sagt hierzu „er bevorzuge Blumenvasen und –töpfe sowie Keramik aus Frankreich, Möbel aus Deutschland aus der Zeit des Jugendstils und Historismus sowie der Renaissance und Lampen bzw. Beleuchtungskörper aus Italien, letztere vorzugsweise verziert mit Drachen und Dämonen, heute würde man sagen im Gothic Style“ – alles Originale, u.a. bereits aus der Zeit Napoleons stammend. So kann man sich vorstellen, dass der Boxclub mit angeschlossenem Museum ein ganz besonderes Ambiente und auf seine Art auch eine sehr außergewöhnliche Atmosphäre versprüht.

Ein persönlicher Geheimtipp von Fredi für Deutschland ist im übrigen das Boxmuseum von Kai Uwe Jahn auf Rügen, welcher ebenfalls eine Sammlung von alten Originalen zu besitzen scheint, da dieser regelmäßig bei einschlägigen Auktionen mitsteigert.

Die Sammlung von Fredi lässt sich grob in drei Teile aufgliedern:

Präsident des BCF und gleichzeitig bekanntester Strafverteidiger Österreichs Rudolf Mayer

Präsident des BCF und gleichzeitig bekanntester Strafverteidiger Österreichs Dr. Rudolf Mayer

Zum einen in die Memorabilien, als da wären Schärpen, Pokale und Boxgürtel, selbstverständlich allesamt Originale aus der damaligen Zeit, nichts davon ist nachgemacht oder gefakt, wie Fredi stolz berichtet. Die Vitrinen, in welchen diese ausgestellt sind, sind ebenfalls echt antik. Weitere Stücke wie Plakate und Urkunden werden in antiken Rahmen an der Wand präsentiert. Und es gibt keine Plastikfiguren oder nachgemachtes, wie beispielsweise Mike Tyson als „Wurstelbrater“ oder ähnliches wie in Amerika durchaus vorstellbar wäre, wie Fredi mit einem zwinkernden Auge auf solche Städte wie Las Vegas anspielt.

Den zweiten Teil machen die Box-Zeitschriften aus: hier sind sämtliche Jahrgänge komplett gebunden vorhanden, aufbewahrt in einem antiken Bücherkasten, beispielsweise die deutsche Zeitschrift „Der Boxsport“ komplett von 1920 dem Zeitpunkt des Erscheinens IMG_1928der ersten Ausgabe an bis 1945 einschließlich sowie „Die Boxwelt“ und „Die Boxwoche“, dies sei absolut einzigartig lässt Fredi uns wissen. Ebenso die in Österreich erschienene Zeitschrift „Der Boxring“ seit dem Jahrgang ihres Erscheinens 1924 aufwärts, „quasi im druckfrischen Zustand“, wie er stolz berichtet, und die „La Boxe“ für Frankreich von 1910 an aufwärts. Die Franzosen hätten damals mit dem Boxen als Sportlicher Disziplin angefangen, es sei in den Anfangsjahren dort sehr viel eher verbreitet gewesen als in den anderen Europäischen Ländern, gerade auch als in Deutschland oder Österreich.

Ankündigung Kampf Georges Carpentier

Ankündigung Kampf Georges Carpentier

So ist Georges Carpentier schon im Alter von 17 Jahren als Europameister vom Weltergewicht bis schließlich als Weltmeister im Schwergewicht, in der Kategorie durften anfangs nur Menschen weißer Hautfarbe boxen, wie Fredi aufklärt, sowie in späterer Folge Weltmeister im Halbschwergewicht auf einem von Fredis Original-Plakaten zu sehen (Foto).

Marcel Thiel war in den 30-iger Jahren Weltmeister und habe zu der Zeit noch die ganzen amerikanischen Superstars unter den Boxern „weggeschlagen“ wie er sagt, beispielsweise den Schwarzen „Gorilla Jones“, der sogar regierender Weltmeister zu der Zeit war. So hätten auch die Wiener Boxer vor dem Anschluss ans Deutsche Reich allesamt bereits in Frankreich geboxt. Viele waren zunächst Deutsche Meister und im Anschluss Europameister, wie Heinz Lazek, jeweils im Halbschwergewicht und LazekSchwergewicht, oder Karl Blaho im Weltergewicht (Foto), und schließlich der Dritte im Bund, Ernst Weiss im Fliegengewicht, Bantam- und Federgewicht.

Die dritte Kategorie von Fredis Sammlung bilden letztlich die ca. 5.000 Fotos, größtenteils alles Originalfotos aus der Zeit von vor 1945, zum Teil handsigniert von den damaligen Boxstars, zusammen mit den zugehörigen Programmheften zu den Kämpfen, den Kampfpässen, den Eintrittskarten sowie sogar privater Briefe einiger ehemaliger Stars, z.B. von Ernst Weiß, an einige seiner Fans, natürlich ebenfalls handgeschrieben. Auch dies wieder sämtlich Originale aus ihrer Zeit.

So sei der Gesamtwert seiner Sammlung überhaupt nicht mehr schätzbar für Liebhaber, würde man sich nur die Summen anschauen, welche aktuell in Amerika für historische Einzelstücke erzielt werden, wie beispielsweise letztens erst für einen Weltmeisterpokal von Sullivan in der Größe von 10-20 cm ganze 100.000 Dollar vom Käufer gezahlt wurden.

Schauen wir uns zum Schluss noch einige der Fotos genauer an:

IMG_1823Auf einem sehen wir Anton Schnedel, davor auf dem Tisch liegend ein österreichischer Gürtel aus dem Jahr 1930.

Das zweite zeigt Boxutensilien wie Kopfschutz und Boxschuhe von Anton Schnedel aus den 1970-iger Jahren, dort gewann er die 3. Amateureuropameisterschaft 1965 in Berlin, wurde anschließend Profi und boxte u.a. gegen Eckehard Dagge, den deutschen Weltmeister, sowie den englischen Weltmeister im Mittelgewicht Alan Minter. Der gesamte Werdegang Schnedels sei in der Sammlung dokumentiert. Auch finden sich dort die Handschuhe, welche Schnedel und Dagge damals bei ihrem Kampf gegeneinander trugen, denn Schnedel hatte damals die Handschuhe von beiden nach dem Kampf als Souvenir „mitgehen“ lassen, was zu der Zeit noch als ziemlicher Affront angesehen wurde laut Fredi. Schnedel – sein Spitzname war „Toni Schnedel Eisenschädel“ seinerzeit – ist mittlerweile 74 Jahre alt und zudem leider an Parkinson erkrankt, zum Boxen komme er jedoch immer noch in den Club, dies lasse er sich nicht nehmen.IMG_1837

Ein Plakat aus Frankreich zeigt schließlich Joe Albert, den ehemaligen Österreichischen Meister im Fliegengewicht – auch dieser boxte gegen die drei oben genannten österreichischen Meister, „er hat jedoch immer gegen den Weiß verloren“ wie Fredi lachend berichtet, und „hat leider in anderen Gewichtsklassen nicht gewonnen, bzw. sei nicht darüber hinausgekommen“. In seinen Anfangsjahren bestritt er viele Kämpfe in Frankreich, vornehmlich in Paris. Er war zudem im Alter Inhaber eines Szenelokals im ersten Bezirk in Wien, welches direkt hinter dem berühmten Gartenbaukino lag, wo er eine Vielzahl seiner und anderer historischer Box-Fotos ausgestellt hatte. Deren Aufkauf stellte für Fredi damals den Beginn seiner eigenen Sammlung dar, allein dieser nun eher kleine Teil, stellte zu seiner Zeit schon die größte Sammlung zum Boxsport in Österreich dar. Für Fredi war diese eher ein „Zufallsfund“, lange Zeit galt sie als verschollen, bis Fredi sie quasi als „an der Seite im Dreck stehende Kiste“ auf einem Flohmarkt entdeckte.IMG_1827

Lange könnte man noch weitere Anekdoten und Details zu den einzelnen Stücken erzählen, aber eindrucksvoller ist es sicherlich, selbst einmal vorbeizuschauen im BUF.

Die Internetadresse des BUF findet Ihr unter www.boxgym.at mit einer Extraseite direkt für das Boxmuseum. Auch für Fernsehproduktionen, Modenschauen oder Plattenpräsentation mit Livemusik ist die Lokalität schon gebucht worden, wie man dort sieht.

Wir hoffen, wir konnten Euch für einen Besuch ebenfalls begeistern!

 

Die Damenumkleide … mit Versace Kacheln gefliest!

Die Damenumkleide … mit Versace Kacheln gefliest!

 

Interview mit Boxtrainer Michael Kozlowski

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Michael (links) mit seinen Schützlingen, in der Mitte Christina Hammer (im türkisen Shirt)

Im Dezember haben wir noch ein Interview mit dem in Fachkreisen durchaus berühmt und berüchtigten Boxtrainer Michael Kozlowski aus Brooklyn in New York City per Skype durchgeführt. Zum Jahresbeginn 2016 nun dieses ganz besondere Schmankerl für Euch:

Mitte Dezember 2015 war auch gerade Christina Hammer, Deutsche Boxweltmeisterin im (Super-) Mittelgewicht bei Michael zu Besuch. Sie machte zu der Zeit für zwei Wochen Urlaub in New York und schaute natürlich wie für jeden interessierten Boxer typisch, im berühmten Gleason´s Gym in Brooklyn vorbei, in welchem Michael als Trainer arbeitet, um seinen Boxstil mal kennenzulernen.

Die beiden haben sich sehr gut verstanden, schon allein aufgrund ihrer gemeinsamen Historie: beide stammen aus Kasachstan.

Michael ist in den USA in der Boxszene eine echte Berühmtheit, aber auch international hat er in der Vergangenheit bereits einigen amtierenden Boxstars durch seine überzeugenden Trainingsmethoden wesentlich zu ihrem Erfolg verholfen. Und in Fachkreisen gilt er ohnehin schon seit Jahren als einer der besten Boxtrainer weltweit.

Michael beim Training

Michael beim Training (Foto@FirstPunch)

Michael ist aktuell 55 Jahre alt, er ist wie erwähnt in Kasachstan geboren und bezeichnet sich selbst als einen Trainer mit einem „Old-School-Style“, d.h. in seiner Sprache er macht kein großes Spektakel, sondern er achtet zunächst auf die harte Arbeit für die Kämpfer, was innerhalb einer sogenannten „Society of Spectacles“ wie Amerika es generell ist, eine Ausnahme darstellt. Er selbst ist Vater von insgesamt drei Kindern, zwei erwachsenen Töchtern sowie einem zum Zeitpunkt unseres Interviews gerade erst 3 Wochen alten Sohn.

Das Dorf, in welchem Michael Kozlowski in Kasachstan geboren wurde, bestand nach seiner Aussage aus ganzen 11 Häusern insgesamt. Jeder spielte dort  damals „Hockey“, er natürlich auch und im Alter von 10 oder 11 Jahren träumte er bereits davon, mal ein großer Champion zu werden, wenn er älter sei und vor allem natürlich, berühmt zu werden. Und auch wenn er bald schon merkte, dass er dies selbst als Sportler eher nicht schaffen würde, so gab er diesen Traum niemals auf und hat es nun somit als Boxtrainer zu einem sehr hohen Bekanntheitsgrad in Fachkreisen geschafft.

Gerade in einem Pflaster wie New York City ist dies nicht allzu einfach: so gibt es allein in New York City offiziell 700 registrierte Boxtrainer. Da sich aber nicht jeder von ihnen registrieren lässt, ist mit einer reellen Zahl von vermutlich mindestens 1.000 Trainern oder mehr dort in der Gegend zu rechnen.

Im Jahr 2012 erhielt Michael Kozlowski schließlich die Auszeichnung des „Coach of the Year“, da er in dem Jahr insgesamt drei seiner Boxer zu Champions mit mindestens einer gewonnen Gold-Medaille und einem weiteren mit Silber-Medaille gemacht hatte.

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(Foto@FirstPunch)

Gold gab es damals für Yegor Plevako, Juan Roman und Kamil Abdulshanov, Silber für Jeremy Fiorention. Koslowski formte somit erstmals in der Geschichte der „New York Golden Gloves“ Turniere ein sogenanntes „Goldenes Team“.

Michael war zudem einer der letzten russischen Trainer, welcher eine Auszeichnung vom Staat in Russland erhielt. Als Boxtrainer begann er dort bereits in den 80er Jahren zu arbeiten.

Schon im Jahr 1995 verließ er aber Russland, da er dort keine weiteren Entwicklungsmöglichkeiten für sich in der Zukunft sah. Interessanterweise genau zu dem Zeitpunkt, als sich dort im Boxen stilmäßig alles änderte und sich der von ihm eingeführte Stil fast durchgesetzt hatte. Zuvor wurden die Kämpfe dort regelmäßig nach 3 Runden beendet, er aber hatte einen neuen härteren Stil entwickelt, der über mehrere Runden ging. Es wurde seiner Aussage nach wesentlich stärker an der Abwehr gearbeitet, es war fast „wie im Ballett“, man „umtänzelte“ quasi den Gegner, es wurde vermehrt auf Beinarbeit geachtet.

In Amerika fand er als dort vorherrschenden Stil jedoch ein sehr hartes Boxen vor, die Kämpfer hätten sich seiner Aussage nach fast gegenseitig geradezu “gekillt”. Er aber hat seinen Stil auch dort beibehalten und so langsam in der gesamten Szene durchgesetzt, während er diesen über die Jahre sogar noch weiter verfeinerte.

Auch ganz kleine Leute werden trainiert :-)) Foto@FirstPunch

Auch ganz kleine Leute werden trainiert :-) Foto@FirstPunch

Der Weg von Michael vor Ort in Amerika begann direkt im legendären Gleason´s Gym. Als er dort ankam, arbeiteten die Trainer seiner Beobachtung nach quasi wie „Waiter“ als Kellner gegen Trinkgeld, die meisten hatten nicht einmal eine richtige Ausbildung als Boxtrainer. Er aber hatte den Ehrgeiz, es von Anfang an anders machen und hat mit seinen Schützlingen sehr hart trainiert und gearbeitet – er war tagein tagaus im Gym. Es gab keine Nettigkeiten! Auf diese Weise erarbeitete er sich schnell einen gewissen Ruf, ebenso wie durch seine völlig anderen Trainingsmethoden.  Er war nicht nur freundlich, sondern er verlangte seinen Kämpfern regelrecht etwas ab und forderte diese. Nun, berichtet er stolz, schreit er die Boxer an, um diese zu Höchstleistungen anzutreiben und sagt diesen ehrlich und offen ins Gesicht, was ihm nicht passt und was verbesserungswürdig ist, und dafür bezahlen sie ihn und wenn er sie noch lauter anschreien würde, sagt er, würden sie ihm vermutlich noch mehr bezahlen seiner Meinung nach. Übersetzt heißt dies, sie wissen seine Strenge und Härte zu schätzen. Der Erfolg gab und gibt ihm schließlich recht!

Das Training ist hart, aber effektiv … (Foto@FirstPunch)

Das Training ist hart, aber effektiv … (Foto@FirstPunch)

Michaels Ansicht nach ist neben der strengen Disziplin, die er verlangt, zudem das entscheidende Kriterium im Boxsport die Beherrschung der richtigen Technik. Entweder ein Kämpfer ist, wie er es nennt „blessed“, dann kann dieser alles schaffen und Champion werden, oder er ist es nicht. Im letzteren Fall habe es leider oft keinen weiteren Sinn, mit diesem zu arbeiten. Auch solche Fälle gibt es und diese müsse man klar erkennen und entsprechend handeln.

Wer in New York Urlaub macht und am Boxsport interessiert ist, sollte es sich daher nicht entgehen lassen, einen Abstecher nach Brooklyn zu machen und im Gleason´s vorbeizuschauen! Die Seite von Michael lautet Boxingcoachmike.com

Teil 2 folgt!