Hühner im eigenen Garten halten :-))

Einen etwas ungewöhnlichen Traum erfüllte sich Stefan Kuna-Wagenhuber mit seiner Familie, indem sie nunmehr insgesamt 6 Hühner an der Zahl in ihrem eigenen Garten zu Hause in Hamburg halten. IMG_6038

4 von Ihnen sind sogenannte Bielefelder Kennhühner (Bielefeld … gibt´s doch garnicht?! :-) ) und zwei ehemalige Hochleistungs – Hühner hat er, vermittelt von der Hühnerhilfe Rettet das Huhn sogar vor ihrer Schlachtung (“Keulung”) nach ihrer Aussortierung aus der Legebatterie gerettet. Auch diese geben jedoch fleißig noch fast jeden Tag ein Ei, wie er zu berichten wusste.

Vor einigen Wochen haben wir Stefan zu Hause besucht und zu Tipps und Tricks der Hühnerhaltung im heimischen Garten interviewt. Die Anschaffung eines Hahnes bietet sich nach seiner Aussage mit Rücksicht auf die liebe Nachbarschaft wohl eher nicht an und interessanterweise müssen die Eier, um produziert, gelegt zu werden und essbar zu sein, auch gar nicht von einem Hahn befruchtet werden. IMG_6058

Im Schnitt 4 Eier täglich legen die Hühner von Stefan, welche sämtlich passender weise einen Namen mit H am Anfang tragen. Mit ihnen und ihrer artgerechten Haltung haben er und seine Familie schon das ein oder andere Abenteuer erlebt, beispielsweise im Hinblick auf eine seiner Hennen mit “unerfülltem Kinderwunsch” oder aber der Erfüllung behördlicher Anforderungen wie der sogenannten “Aufstallpflicht”, wie sich auf seinem eigenen Blog Stadtlandeier sehr schön nachlesen lässt!

Eins ist jedenfalls klar, einen Hühnerbraten wird es niemals geben, auch wenn Stefan dies ursprünglich zwar geplant hatte ;-) Seine Frau ist zum einen Veganerin und zum anderen hat man die lieben Hühner bereits nach so kurzer Zeit der Haltung in sein eigenes Herz geschlossen, dass eine Schlachtung dieser ohnehin schon emotional unmöglich gewesen wäre :-)

IMG_6042Bielefelder Kennhühner gehören zudem zu den besonders schönen Hühner – Exemplaren!

Aber seht selbst …

Der Franziskusweg – ein Pilgerweg in Italien

Eine bisher weitgehend unbekannte Alternative zum berühmten Jakobsweg in Spanien – dem Camino de Frances – mit Endziel in Santiago de Compostella ist der Franziskusweg in Italien, welcher von Florenz nach Rom, streckenweise durch die Toskana führt. Franziskusweg_Pilgerfuehrer_9783954310-0203

IMG_0923Landschaftlich äußerst reizvoll, vor allem für Italien- und Toskana-Fans sicherlich die erste Wahl und möglicherweise interessanter als der mittlerweile leider vor allem in den Sommermonaten sehr überlaufene Camino de Frances. Der Franziskusweg ist noch keine “Pilger-Autobahn”, sondern enthält auch unbefestigte und weniger ausgebaute Streckenabschnitte. Zudem dürfte die “Reise zu sich selbst”, welche der Pilger schließlich mit dem einfachen Wandern als darüber hinausgehenden Sinn und Zweck seiner Reise verbinden will, hier noch authentischer und in wesentlich mehr Ruhe und Abgeschiedenheit zu finden sein.

Franziskusweg_Pilgerfuehrer_9783954310-0203_InnenseitenSimone und Anton Ochsenkühn vom Amac – Buchverlag haben sich intensiv mit dem Franziskusweg und dessen Historie beschäftigt und haben sich diesem Abenteuer gestellt. Dabei heraus gekommen ist zudem ein wunderschöner sowie spannender Reiseführer, der sicherlich eine wertvolle Hilfestellung beim Beschreiten dieses Pilgerweges darstellt, da der Franziskus, anders als der Camino, auch vom Ausbauzustand der Beschilderung und des Wegenetzes stellenweise noch etwas improvisiert ist.IMG_0443

Hier einige Eindrücke und Fotos der Autoren von ihrer Tour.

Herzlichen Dank an die Beiden für deren Zurverfügungstellung!

 

Verlagstext zum Reiseführer:

Der Franziskusweg von Florenz nach Rom – Ein Pilgerweg für alle Sinne

Wollten Sie nicht schon immer die Wanderschuhe schnüren und einfach losgehen? Simone und Anton Ochsenkühn forschen seit vielen Jahren nach den Spuren des Franz von Assisi auf dem Franziskusweg in Italien. Insgesamt 500 Kilometer führt er von Florenz über Assisi nach Rom. 30 Tagesetappen mit vielen Höhenmetern müssen vom Pilger/von der Pilgerin überwunden werden.

IMG_0363Der Weg führt längs durch den Apennin durch weitläufige Naturschutzgebiete, hügelige Landschaften und italienische Hochkulturgebiete. Immer wieder trifft man auf einsame Klöster, besinnliche Orte und unberührte Natur. Auf den Spuren des heiligen Franziskus läuft man auf historischen Pfaden zu vielen seiner Wirkstätten. Man startet in der Stadt der Künste, Florenz in der Toskana, direkt hinein in die Natur. Assisi als geografische Mitte und Geburts- und Sterbeort Franziskus liegt im Herzen Umbriens. Das Ziel heißt nun Rom in der Region Latium.

Der Weg ist nicht klassisch beschildert, wie man es von den Pilgerautobahnen wie dem Jakobsweg gewöhnt sein könnte. Der Weg führt auf Wanderwegen und Bergwanderwegen in die Naturschönheiten der Regionen und weist teils historische Spuren des Franziskus auf. 

Pilgerlager gibt es kaum, geschlafen wird in normalen einfachen Pensionen, Klöstern, Herbergen. Das Essen ist ein Traum, ein Fest für die Sinne, die sich auf dem Weg schärfen. Unweigerlich wird man in den Bann dieser magischen Orte gezogen und auch wenn man nicht religiös ist, so scheint es, dass man Franziskus unweigerlich begegnet.

Wir finden, dass dieser Weg das Schönste ist, was man derzeit erleben kann.
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Die Kräuter – Staffelei

Der Anbau von Kräutern stellt so manchen Stadtmenschen vor ein Platzproblem, sofern dieser auf seine Terrasse oder Balkonien angewiesen ist und er keinen geräumigen Garten zur Verfügung hat. Einfacher und schöner geht es mit dem schnell selbst gebastelten und trotzdem nett anzusehenden Kräuterregal nach einer Idee von Stefan Kuna-Wagenhuber, den wir dieser Tage in Hamburg besuchten und der uns neben seinen “Stadthühnern” auch seine genial simpel herzustellende Idee für einen Aufbewahrungsort für heimischen Küchenkräuter präsentierte. Er selbst nennt es “Kräuterstaffelei”, da diese nach ähnlichem Prinzip wie eine Malerstaffelei gebaut ist und so platzsparend aufgestellt werden kann :-)

Man braucht zum Nachbau lediglich ein alte Euro/Holzpalette, 2 – 3 Dachlatten, eine Dose farbige Holzlasur oder Öllasur und natürlich jede Menge Kräutertöpfe!

Aber seht selbst, bevor wir uns hier in langen Ausführungen verlieren!

Eine detailliertere Bastelanleitung findet Ihr zudem auf Stefan´s eigenem Blog Stadtlandeier

Thaiboxen oder Muay Thai

Thaiboxen oder klassisch “Muay Thai” gilt seit jeher als legendäre, wenn nicht sogar eine der härtesten Kampfsportarten der Welt. Im Gegensatz zum Europäischen Boxen sind hier spezielle Knietechniken, der Ellenbogenschlag und das sogenannte Clinchen (Umklammern des Gegners) erlaubt. Es wurde das erste Mal 1921 offiziell in einem Ring ausgetragen und in den ersten Jahren wurden die einzelnen Runden noch anhand von mit Wasser volllaufender Kokosnüsse anstatt mit einer Uhr nach Zeitablauf gemessen. Kokosnuss

Die bekannteste Technik im Muay Thai ist wohl der Kick mit dem blanken Schienenbein, gezielt auf den Oberschenkel oder auch die Rippen des Gegners. Hierzu besagt die Legende, dass die Thaiboxer diesen zunächst sehr schmerzhaft mit dem Aufschlagen ihrer Schienenbeine auf blanke Eisenstangen trainieren, um so die dortigen Nervenbahnen zu zerstören und eine gewisse Schmerzunempfindlichkeit zu bewerkstelligen. Aber auch der feste Ellenbogenschlag von oben herab auf den Kopf bzw. das Gesicht des Gegners ist eine der bevorzugten Angriffs- und Verteidigungstechniken. Aufgrund des speziell mit diesen beiden Techniken einhergehenden sehr hohen Verletzungsrisikos gilt das Thaiboxen als weitaus risikoreicher und gefährlicher als unsere westlichen oder europäischen Boxstile und Kampfkunstarten.

Thaiboxen kann aus unterschiedlichen Motiven ausgeübt werden, z.B. als reiner Fitnesssport, zur Selbstverteidigung, als Wettkampfsportart oder aber als Kampfkunst. Die Thaiboxer selbst sind in Thailand Idole und oft sogar bei entsprechendem Erfolg geradezu verehrte Nationalhelden. IMG_5493

Frank hat sich in Thailand diesen Sport näher angesehen und folgende interessante Trainingsart kennengelernt und selbst ausprobiert, das sogenannte “Riding the Elephant”, welche speziell zum Aufwärmen vor dem Training eingesetzt wird … lustig sieht es allemal aus, wenn es denn auch die entsprechende Kondition bringt:

Veganer sind die besseren Liebhaber ;-)

Wie neueste Forschungen herausgefunden haben sollen, sind Veganer die besseren Liebhaber, berichtet dieser Tage die internationale Tierschutzorganisation PETA auf ihrer Webside.

Wie auch Mediziner bestätigen, sei der beste Weg, blockierte Arterien zu säubern, die Funktionsfähigkeit des Herz-Kreislauf-Systems zu verbessern sowie den eigenen Blutdruck dauerhaft zu senken, eine Ernährungsweise, welche einen hohen Anteil an Ballaststoffen enthalte, vor allem aber vorwiegend den Verzehr von Obst, Gemüse und Vollwertprodukten umfasst. Letztere seien hauptsächlich für die nachhaltige Reinigung der Arterien und damit für die Intensivierung des Blutflusses verantwortlich, womit der entscheidende Faktor für die Erhaltung der “Manneskraft” getan sei.

IMG_3483So hätten Untersuchungen der Universität Cleveland ergeben, dass das Verspeisen von Früchten und Gemüse, insbesondere Tomaten mit dem insofern förderlichen Inhaltsstoff Lycopin, die Qualität des männlichen Spermas deutlich verbesserten. Überhaupt seien zahlreiche Studien zu dem Ergebnis gekommen, dass eine vegane Ernährung eine wichtige Rolle bei der Erhaltung der Fortpflanzungsfähigkeit spiele. Ein Hauptgrund dafür ist, dass der regelmäßige Konsum von lipophilen Nahrungsmitteln wie z.B. Fleisch und Milchprodukten, die Qualität des Spermas negativ beeinflussen könne, während die Inhaltsstoffe aus Obst und Gemüse diese anhöben.

Aber nicht nur das Essen stark verarbeiteter Fleischprodukte wie Wurstwaren etc. stünde demnach in engem Zusammenhang mit einer verschlechterten Spermien-Qualität, in der Samenflüssigkeit von unfruchtbaren Männern wurden zudem hohe Konzentrationen von Polychlorid Biphenyl und weiteren gesundheitsschädlichen Belastungen gefunden. Die höchsten Konzentrationen sollen bei in Städten lebenden, bevorzugt Fisch essenden Männern gefunden worden sein. Zudem erhöhe die Menge des verzehrten Fleisches auch die Aufnahme künstlicher Hormone, welche leider heutzutage in der Massentierhaltung regelmäßig in großen Mengen verwendet werden. Gerade diese Hormone führten demnach aber zu einer verringerten Anzahl von gesunden Spermien und erhöhten gleichzeitig das Risiko, an Hodenkrebs zu erkranken. IMG_5508

Befragungen von Frauen hätten darüber hinaus ergeben, dass Vegetarier, besser noch Veganer durch den zusätzlichen Verzicht auf Milchprodukte, einen deutlich angenehmeren Geruch und Geschmack haben würden. Dies wurde von dem ehemaligen weiblichen Pornostar Annie Sprinkler öffentlich bestätigt, deren Vergleichsmöglichkeiten sich auf mehrere hundert Männer bezogen haben soll :-) Aussagegemäß sei es sogar besonders förderlich, ein paar Stunden vor dem Sex Früchte zu essen oder frisch gepressten Obstsaft zu trinken, während der Konsum von Zigaretten, Alkohol, Fleisch oder Milchprodukten oder frittiertem Essen IMG_3108 hingegen das Gegenteil bewirke sowie die Geschmacksqualität des Spermas deutlich senke.

Eine dänische Studie will schließlich festgestellt haben, dass das Durchhalte- oder auch Stehvermögen von Fleischessern im Vergleich mit dem von Vegetariern deutliche Unterschiede aufweise, so hielten Gemischtköstler mit ungefähr gleichen Anteilen von Fleisch und Gemüse in ihrer Ernährung im Durchschnitt 114 Minuten auf einem Trainingsgerät bis zur muskulären Erschöpfung durch, starke Fleischesser schafften es gerade einmal 57 Minuten lang und strikte Veganer überraschten mit einer Leistungsfähigkeit von erstaunlichen 167 Minuten im Schnitt. Rückschlüsse auf die Potenz seien hier erlaubt.

Der Mythos vom zwingend notwendigen Konsum von Fleisch- oder Milchprodukten für leistungsfähige Athleten oder gesundheitlich Verbesserungen dürfte nach diesen Studienergebnissen hoffentlich endlich begraben sein … bis dies jedoch wirklich in der breiten Öffentlichkeit wahr genommen wird, dürfte es jedoch erfahrungsgemäß leider noch einige Zeit dauern! Rückschlüsse für Ihr eigenes Sexleben treffen Sie bitte selbst ;-)

 

Frohe Ostern – Rezept: einfache Bärlauchpesto :-)

Auch wenn es altbekannt ist, das Rezept ist immer gut, auch für Anfänger ganz leicht herzustellen, sofern man über einen Mixer oder Pürierstab verfügt und ist bleibt leider einfach lecker!!!

Pesto1Aktuell ist Bärlauchzeit, daher entweder selber sammeln beim Osterspaziergang oder in der Gemüseabteilung eines gut sortierten Supermarktes oder auf dem Wochenmarkt erwerben!

Bärlauchpesto – bei uns gibt es natürlich die vegane Variante ;-)

Ich selbst wiege nicht genau ab, sondern mache die meisten Rezepte so nach Gusto, daher alles nur ca. – Angaben:

200 g frischer Bärlauch

150 ml gutes Olivenöl

150 g Cashewkerne

20 – 30 g Würzhefeflocken als Parmesanersatz für die vegane Variante (alternativ: ein Stück frischer Parmesan gerieben)

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4 getrocknete Chilischoten (wer´s gerne scharf mag)

Pfeffer + Kräutersalz nach Geschmack (bitte abschmecken!)

Zunächst den Bärlauch mit dem Olivenöl in den Mixer geben und mit Hilfe eines Stößels langsam zerkleinern, dann nach und nach die weiteren Zutaten hinzufügen und ebenfalls bei kleiner Stufe weiter pürieren, solange bis die individuell gewünschte Konsistenz erreicht ist.

Pesto4Voilá – das war es auch schon :-) Guten Appetit und ein frohes (tierschonendes) Osterfest!!!

Varianten:

statt der Cashews nimmt man klassischerweise Pinienkerne, lecker sind auch Walnusskerne, Sonnenblumkerne etc. – eigentlich ist fast jede Nusssorte möglich, gerne auch Mischungen. Und Bärlauch kann jederzeit (auch anteilig) ersetzt werden durch Rucola, Petersilie oder traditionell Basilikum, dann einfach noch frischen Knoblauch hinzufügen. Auch Öle können variiert werden, der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!

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Exkurs:

Bärlauch ist sehr gesund und wird in der Naturheilkunde daher auch gerne als Heilmittel eingesetzt. Die Wirkung wird vor allem den enthaltenen schwefelartigen ätherischen Ölen (Geschmack wie Knoblauch) zugeschrieben, welche eine positive Wirkung auf die Verdauungsorgane, d.h. Magen, Darm, Leber und Galle, aber auch z.B. auf die Atemwege haben sollen. So soll er unter anderem anregend auf den Stoffwechsel wirken und z.B. auch den Cholesterinspiegel positiv beeinflussen.

GemüseBärlauch auf dem Bild rechts unten – aber auch die Spargelzeit beginnt gerade und es gibt überall die besonders leckeren, grünen Schoko – Tomaten!

 

“Wer war Rudolf Steiner?” Gastbeitrag von Hans Bonneval

Wer war Rudolf Steiner?

Gastbeitrag von Hans Bonneval Denkschule Hamburg

Er war der Begründer der Anthroposophie, einer geistigen Wissenschaft, die erforscht, was hinter der materiellen Welt als deren Ursache vorgeht. Er konnte sich in die Ideen-Sphäre der Welt hineinbegeben und schauen, wie die Welterscheinungen zustandekommen und worin ihr Sinn besteht.

Schule2Aus seiner äußerst umfangreichen Forschung (es gibt ca. 360 Bände seiner Schriften und Vorträge) gingen zahlreiche heute bekannte alternative Bewegungen hervor. Als die wichtigsten seien genannt die Waldorfschulen, der Demeter-Landbau, die anthroposophisch erweiterte Medizin, Eurythmie und Heileurythmie, anthroposophische Heilkpädagogik und Kunsttherapie, die Sprachgestaltung, mehrere Schulungswege zur spirituellen Entwicklung, die Erneuerung des Christlich-Kultischen in der Menschenweihehandlung der Christengemeinschaft, und nicht zuletzt ein ganz neuer Baustil, wie man ihn an den Gebäuden der Waldorfschulen findet.

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Rechts und oben Bilder der Rudolf Steiner Schule in Hamburg-Bergstedt als anschauliche Beispiele.

Rudolf Steiner leistete wertvollste Beiträge zu fast jedem Gebiet des Lebens. Dies alles war möglich durch seine Fähigkeit, das Geistig-Ideenhafte, welches dem physischen zugrunde liegt, anzuschauen und zu studieren. Rudolf Steiner wurde als Deutsch-Österreicher am 27.02.1861 in Kraljevec im heutigen Kroatien geboren, studierte Mathematik, Physik, Chemie, Biologie und Philosophie in Wien und promovierte in Rostock zum Doktor der Philosophie. Er arbeitet in Weimar an mehreren Goethe-Ausgaben und erforschte vor allem dessen wissenschaftliche Arbeiten. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Steiner Generalsekretär der Theosophischen Gesellschaft in Deutschland. 1913 gründete er dann die Anthroposophische Gesellschaft, die sich später in Dornach, in der Schweiz niederließ, wo Steiner bis zu seinem Tode 1925 arbeitet. Er unternahm zahlreiche Vortragsreisen, schieb vier Mysteriendramen, baute zu deren Aufführung eine Art modernes Tempelgebäude, das Goetheanum, welches 1923 einer Brandstiftung zum Opfer fiel.Goetheneum

Die Mission seines Lebens war, der in der Technik lebenden Menschheit einen neuen Zugang zur Spiritualität zu verschaffen. Sein berühmtestes Werk ist „Die Philosophie der Freiheit“, ein Buch welches – in der richtigen Weise studiert -, das Denken des Lesers verwandelt.

Es gäbe noch ungeheuer vieles über Rudolf Steiner zu sagen, doch ohne eine gründliche Einführung in die Anthroposophie bliebe das meiste davon unverständlich. Er war der absolute Ausnahmemensch. Seine spirituellen Fähigkeiten, wurden bisher noch von niemandem erreicht. Er war der erste Mensch, bei dem das neue geistige Schauen bei denkendem Tagesbewußtsein in Vollkommenheit auftragt. Insofern war er das Urbild des kommenden spirituellen Menschen. Nach esoterischen Kriterien muß man ihn als den großen Eingeweihten des zwanzigsten Jahrhunderts bezeichnen, der die Aufgabe hatte, die Menschen auf die spirituelle Zukunft vorzubereiten. Dazu gab er eine große Anzahl von Übungen aller Art und gab Hinweise zur Praxis einer neuen Form der Meditation. Seine geistige Wissenschaft, die Anthroposophie, führt den Menschen ein in den verborgenen Sinn des Daseins von Mensch und Kosmos. Wer dies verstehend studiert, wird ein vollkommen anderer Mensch im positiven Sinne. Denn allein im Geistigen und nicht mehr im Materiellen liegt die gesunde Zukunft der Menschen.

Gastbeitrag von Hans Bonneval, Autor des Buches Wahrheit heilt.

“Wahrheit heilt”

Buchvorstellung von Gastautor Hans Bonneval:

Eine gute Nachricht, die Rudolf Steiner uns aus seiner spirituellen Forschung zu übermitteln hatte, bildet den Titel eines Buches des freien Anthroposophen Hans Bonneval, welches Ende Dezember 2014 erschienen ist. Jeder wird die Vorteile der Wahrheit einsehen, denn durch sie werden Irrtum und Täuschung vermieden, wenn es allerdings darum zu tun ist, in peinlichen Situationen oder bei drohenden Nachteilen oder Verlusten die Wahrheit zu sagen, sieht die Sache schon ganz anders aus. Dies wird sich erst ändern, wenn man ernst zu nehmen beginnt, was Rudolf Steiner sagte:

GA 155/9/1    „Wahrheiten in sich aufnehmen, bedeutet nämlich nicht nur etwas für die Erkenntnis, sondern Wahrheiten als solche enthalten Lebenskraft.“

Das bedeutet: Wahrheit ist eine universelle Heilkraft, die den Leib, die Seele und das Soziale des Menschen zu heilen vermag, vielmehr als wir glauben. Es bedeutet aber auch, daß wir uns sehr um Wahrheit bemühen sollten, sowohl beim eigenen Sprechen und Tun als vor allem aber auch bei dem, was wir über uns selbst und die Welt denken.

Denn das ist die logische Konsequenz aus der Heilkraft der Wahrheit, daß Lüge und Unwahrheit nicht nur Täuschung und Verwirrung hervorrufen, sondern die Menschen in verschiedenster Weise aktiv schädigen. Dazu Rudolf Steiner:

GA 185a/3/4       Dem Menschen „… sollte es nun klar sein, daß bildend, entwickelnd, aufbauend, wachstumfördernd nur das Leben der Menschen in der Wahrheit sein kann, daß dagegen alles dasjenige, was Leben in der Unwahrheit ist, zerstört, isoliert. Es ist auch immer das Leben in der Unwahrheit mit dem Egoismus verbunden.“

GA 125, Seite 209     „Bei Menschen, die viel lügen, sind zum Beispiel Wunden unter sonst gleichen Bedingungen schwerer zu heilen als bei wahrhaften Menschen. Die Lebenskräfte werden untergraben durch die Lügenhaftigkeit.“

HansbonnevalAn dieser Stelle wird die Sache nun schwierig. Denn selbst wenn wir uns bemühen, möglichst wahrheitstreu zu leben, wie sollen wir vermeiden, Irrtümer und Lügen anderer in uns aufzunehmen und gleich einer Wahrheit zu vertreten? Zwangsläufig nehmen wir die Meldungen der Medien und die Mitteilungen der Wissenschaften auf und behandeln sie wie Wahrheiten. Die Frage, ob das Aufgenommene wirklich wahr ist, stellen sich die meisten nicht. Sie wissen nicht, daß jede Unwahrheit ihnen schadet. Und natürlich machen sich die Unwahrheiten nicht in einer solchen Weise bemerkbar wie Erkältungen oder Muskelverspannungen. Die Wirkungen von Unwahrheit und Lüge sind sehr viel subtiler. Sie stören z. B. das Selbstvertrauen bzw. fördern die Verunsicherung. Sie bewirken eine Herabdämpfung des Bewußtseins und führen den Belogenen in einen traumartigen und passiven Zustand. Auch bewirken sie, daß der Belogene selbst die Neigung zur Unwahrheit entwickelt. Sie stimmen den ganzen Menschen herab, anstatt ihn zu veredeln.

Der Mensch ist ein Wahrheitswesen, welches die Wahrheit braucht wie die Luft zum Atmen. Der ganze Sinn des menschlichen Daseins liegt in der jeweils individuellen Ermittlung der Wahrheit in jeder Situation des Lebens. Wendet sich der Mensch von diesem Streben ab, so wendet er sich von seinem Daseinssinn ab. Die Götter haben den Menschen geschaffen und in die materielle Welt versetzt, um eine Welt von freien Wesen entstehen zu lassen. Denn Freiheit kann nur mit Hilfe der Materie erlangt werden. Die Götter selbst sind rein geistige Wesen und können die materielle Welt nicht betreten. Der Mensch dagegen kann das Materielle erforschen und erkennen, um daran seinen freien Willen zu erproben. Deshalb ist ein jeder von uns mit dem Erkenntnisdrang und dem Streben nach Wahrheit ausgestattet. Die Götter wünschen sich – wenn man es so ausdrücken will – in jeder Nacht unsere Berichte über das, was wir am vergangenen Tag erkannt und erlebt haben in der materiellen Welt. Aber sie erwarten die Wahrheit. Deshalb ist es unser natürlicher Trieb, nach der Wahrheit streben, denn damit erfüllen wir unseren Daseinssinn. Entsprechen wir unserer Lebensaufgabe, indem wir Wahrheit suchen und finden, so fließen uns die natürlichen Lebenskräfte ungehindert zu. Nehmen wir Irrtümer, Falschheiten wie Wahrheiten in uns auf, oder erzeugen wir selbst Täuschungen und Lügen, so entsprechen wir nicht dem, was wir eigentlich in unserem tiefsten Innern wollen und schneiden uns dadurch von den Lebenskräften ab.

Soviel für heute. Das nächste Mal soll es um die Fragen gehen: „Was ist Wahrheit und wie können wir sie ermitteln?“ und „Wer war Rudolf Steiner?“.

“Wahrheit heilt” von Hans Bonnegal, erschienen bei Books on Demand, ISBN 978-3-7357-28746, 337 Seiten, € 24,90 (erhältlich auch bei Amazon - Blick ins Buch)

 

4 Nachrichten einer Botschaft

Wir reden fast den gesamten Tag über mit vielerlei anderen Menschen, mit Kollegen, Freunden, Verwandten, dem Partner, Kindern und denken im Alltag wenig bis selten darüber nach, wie und ob das von uns Gesagte überhaupt beim jeweiligen Empfänger ankommt und wenn ja, ob es auch so verstanden wird, wie wir es gemeint haben. Aufgrund dieser Erkenntnis hat Friedemann Schulz von Thun schon vor einiger Zeit das sogenannte “Kommunikationsquadrat” gebildet, auch bekannt unter dem Stichwort “4 Botschaften einer Nachricht”. Es erklärt anschaulich die 4 Ebenen, welche Kommunikation in der Regel hat:

- eine Sachinformation – worüber möchte ich informieren?

- eine Selbstkundgabe – was gebe ich von mir selbst mit dem Gesagten preis?

- einen Beziehungshinweis – was halte ich von meinem Gegenüber und wie stehe ich zu diesem?

- einen Appell – was möchte ich mit dem Gesagten erreichen?

Diese dargestellten 4 Ebenen bestehen ebenso beim Empfänger der Nachricht, der diese wiederum im Sinne dieser Aufgliederung unterschiedlich interpretieren kann.

Die reine Sachebene hat zudem in der Regel folgende Schwerpunkte, nach welchen diese bewertet und eingestuft wird:

  • trifft die Aussage zu oder nicht, ist sie wahr oder nicht?
  • diese diese relevant oder nicht für das aktuelle Thema?
  • stellt diese eine ausreichend vollständige Information dar im Kontext oder ist diese ergänzungsbedürftig?

Die Qualität oder der Grad des Verstandenwerdens durch den Empfänger hängt auf der Sachebene entscheidend davon ab, ob der Sachverhalt für diesen klar und verständlich kommuniziert wurde. Dieser hat nämlich die Möglichkeit, im folgenden auf drei unterschiedliche Weisen zu reagieren.

Legt er die Gewichtung auf die Selbstkundgabe, wertet er das Gesagte in erster Linie als Preisgabe von Gefühlen, Bedürfnissen oder einer Charaktereigenschaft des Senders, also als reine “Ich-Botschaft” im Sinne einer Offenbarung. Der Empfänger überlegt nun, was ist der Sender für ein Mensch, in welcher Stimmung ist dieser gerade, in was für einer Situation befindet er sich etc.?

Mit der Beziehungsseite gibt der Sender hingegen zu erkennen, was er von dem Empfänger hält und wie er zu ihm stellt. Dies wird überwiegend durch die Art der Formulierung, dem Tonfall, der Mimik oder auch Gestik übermittelt. Diese Wertungen können in der Nachricht implizit enthalten sein oder aber sogar explizit formuliert werden. Es kann Wertschätzung oder Ablehnung, Achtung oder Missachtung, Respekt oder Demütigung des Empfängers in einer Nachricht enthalten sein.

Eine direkte Beeinflussung des Empfängers der Nachricht soll aber schließlich in erster Linie mit der Appellseite erreicht werden. Der Sender möchte üblicherweise etwas mit seiner Aussage bei diesem erreichen, sei es, dass er einen bloßen Wunsch oder aber einen konkreten Appell oder einen Ratschlag oder eine Handlungsanweisung an diesen adressiert.

Auch der Appell kann offen oder verdeckt in der Nachricht enthalten sein. Bei dem Empfänger kommt dieser an mit der Frage: Was soll ich jetzt – nicht – machen, denken oder fühlen?

Das bekannteste Übungs-Beispiel beschreibt ein Paar, welches gemeinsam im Auto vor einer Ampel wartet. Als diese von Gelb auf Grün springt und die Frau nicht sofort losfährt, meldet sich der Mann zu Wort und sagt: “Die Ampel ist grün!”

Für die Bedeutung und Aussagekraft dieses einen kurzen Satzes gibt es nun die folgenden 4 Deutungsmöglichkeiten:

  1. Sachebene: Die Ampel hat tatsächlich auf grün geschaltet.
  2. Selbstkundgabe: Ich bin ungeduldig und möchte, dass Du meine Zeit nicht unnütz verschwendest, sondern endlich losfährst.
  3. Beziehungshinweis: Muss ich mich schon wieder um Dich kümmern. Immer benötigst du meine Hilfe, wenn ich mit Dir gemeinsam im Auto fahre.
  4. Appell: Trödle nicht – fahr endlich los – gib Gas!

 Übung:

Beobachten Sie sich und ihren Partner bei einer typischen Kommunikation eine Zeit lang, schreiben Sie sich diese eventuell sogar auf oder zeichnen sie diese auf und analysieren sie nach den genannten 4 Kriterien. Besprechen Sie das Ergebnis mit ihrem Partner! So können eventuell – oft erhebliche – Differenzen zwischen der Fremd- und Eigenwahrnehmung erkannt werden!

Weiterführende Literatur: der Klassiker von Friedemann Schulz von Thun Miteinander Reden als Einzel- oder Komplettband erhältlich.

Ätherische Öle

Ätherische Öle oder generell Düfte werden schon lange in der Naturmedizin oder Naturkosmetik zu therapeutischen Zwecken genutzt. Während es anregende Düfte wie Pfefferminze, Zitrone oder das bekannte Japanische Heilöl oder auch Eukalyptus gibt, wirken Substanzen wie Vanille, Zimt und vor allem Lavendel eher beruhigend bzw. sogar angst- oder krampflösend.

Eukalyptus wirkt klassisch schleimlösend, auswurffördernd und keimtötend, speziell auch bezüglich solch aggressiver Bakterien, welche letztlich zu einer Lungenentzündung führen können. Traditionell eingesetzt wird es daher bei jeder Art von Erkältungskrankheiten, Bronchitis, insbesondere Hustenreiz, grippalen Infekten, aber auch bei Mandel-, Rachen- oder Ohrenentzündungen hat es eine heilende Wirkung. Eingerieben wirkt es fiebersenkend, kühlend und schmerzlindernd. Eingeatmet aktiviert es direkt die roten Blutkörperchen, welche infolgedessen jeweils mehr Sauerstoff in der Lunge aufnehmen und auf diese Weise sämtliche andere Zellen im Körper besser versorgen können. Als Tee genossen wirkt es zudem schleimlösend, die Inhalation mittels Dampfbad verstärkt die beschriebene Wirkung zur Steigerung der Sauerstoffaufnahme.

Bei Kopfschmerzen oder Konzentrationsstörungen kann es jeweils mit einem Tropfen auf die Schläfen seitlich aufgetragen, wieder einen “klaren Kopf” machen und motivationssteigernd wirken. Als Raumspray mit Wasser verdünnt, wirkt es antibakteriell oder virenabtötend und pilzbekämpfend. In einer Duftlampe kann es zudem im Sommer abends zur Vertreibung von Mücken eingesetzt werden. Die Einsatzgebiete sind also vielseitig und stellen sinnvolle Alternativen zu so mancher “chemischen Keule” dar.

imageEin weiteres, auch heute noch häufig eingesetztes sehr bekanntes ätherisches Öl ist das des Lavendels. Überwiegend erhältlich zu therapeutischen Zwecken ist der sogenannte Berglavendel,  Lavendula officinalis oder angustifoli. Er wirkt im wesentlichen beruhigend und daher einschlaffördernd, krampflösend, aber im besonderen auch entspannend bei Kopfschmerzen, sogar Migräne und lindert psychische Spannungszustände. Richtig angewandt kann er antidepressive Eigenschaften besitzen. So können die getrockneten Lavendelblüten abends oder bei entsprechenden Verstimmungen als Tee getrunken werden und auf diese Weise bei Einschlafstörungen, nervösen Unruhezuständen oder Herzklopfen helfen. Ein paar Tropfen Lavendelöl auf das Kopfkissen haben ebendiese Wirkung durch Förderung und Anregung der Serotoninproduktion im Gehirn. Weniger geläufig dürfte seine Anwendung bei Stoß- oder Brandwunden sein, ein paar Tropfen auf diese aufgetragen, wirkt desinfizierend und heilungsfördernd, noch wichtiger aber: schmerzlindernd! In Duftlampen oder als Raumspray eingesetzt wirkt es neben dem überwiegend als sehr angenehm empfundenen Duft ebenfalls zur Abwehr von Insekten sowie auch desinfizierend. Nach einem Sonnenbrand aufgetragen, beruhigt es die gereizte Haut, hier sollte das ätherische Öl in ein sogenanntes Trägeröl wie Mandel- oder z.B. Jojobaöl eingebracht werden. Und auch bei Grippe oder Bronchitis kann es entzündungs- und krampflösend hinsichtlich der damit einhergehenden unangenehmen Reizhustenattacken wirken.

Abzugrenzen ist sein Anwendungsbereich vom Lavandin, welches aufgrund seines deutlich höheren Mentholgehaltes vorwiegend zur Beduftung eingsetzt wird und eine eher anregende Wirkung hat, z.B. daher gut bei Kreislaufschwäche eingesetzt werden kann durch Inhalation oder Auftragen auf die Schläfen. Hierbei aber Vorsicht, denn auf offene Hautstellen oder Wunden aufgetragen, kann das enthaltene Menthol schnell reizend wirken.

Mischen Sie sich Ihre eigenen Duft- oder Wirkkomponenten mit Hilfe eines neutralen Öls aus dem Bio-Laden wie das aufgeführte Mandel-, Jojoba- oder auch Avocado-, Wildrosenöl oder verschiedene unbehandelte Nussöle. Der Phantasie sind – fast – keine Grenzen gesetzt. Über die Einsatz- und Anwendungsgebiete weiterer ätherischer Öle werden wir berichten :-)