Ätherische Öle

Ätherische Öle oder generell Düfte werden schon lange in der Naturmedizin oder Naturkosmetik zu therapeutischen Zwecken genutzt. Während es anregende Düfte wie Pfefferminze, Zitrone oder das bekannte Japanische Heilöl oder auch Eukalyptus gibt, wirken Substanzen wie Vanille, Zimt und vor allem Lavendel eher beruhigend bzw. sogar angst- oder krampflösend.

Eukalyptus wirkt klassisch schleimlösend, auswurffördernd und keimtötend, speziell auch bezüglich solch aggressiver Bakterien, welche letztlich zu einer Lungenentzündung führen können. Traditionell eingesetzt wird es daher bei jeder Art von Erkältungskrankheiten, Bronchitis, insbesondere Hustenreiz, grippalen Infekten, aber auch bei Mandel-, Rachen- oder Ohrenentzündungen hat es eine heilende Wirkung. Eingerieben wirkt es fiebersenkend, kühlend und schmerzlindernd. Eingeatmet aktiviert es direkt die roten Blutkörperchen, welche infolgedessen jeweils mehr Sauerstoff in der Lunge aufnehmen und auf diese Weise sämtliche andere Zellen im Körper besser versorgen können. Als Tee genossen wirkt es zudem schleimlösend, die Inhalation mittels Dampfbad verstärkt die beschriebene Wirkung zur Steigerung der Sauerstoffaufnahme.

Bei Kopfschmerzen oder Konzentrationsstörungen kann es jeweils mit einem Tropfen auf die Schläfen seitlich aufgetragen, wieder einen “klaren Kopf” machen und motivationssteigernd wirken. Als Raumspray mit Wasser verdünnt, wirkt es antibakteriell oder virenabtötend und pilzbekämpfend. In einer Duftlampe kann es zudem im Sommer abends zur Vertreibung von Mücken eingesetzt werden. Die Einsatzgebiete sind also vielseitig und stellen sinnvolle Alternativen zu so mancher “chemischen Keule” dar.

imageEin weiteres, auch heute noch häufig eingesetztes sehr bekanntes ätherisches Öl ist das des Lavendels. Überwiegend erhältlich zu therapeutischen Zwecken ist der sogenannte Berglavendel,  Lavendula officinalis oder angustifoli. Er wirkt im wesentlichen beruhigend und daher einschlaffördernd, krampflösend, aber im besonderen auch entspannend bei Kopfschmerzen, sogar Migräne und lindert psychische Spannungszustände. Richtig angewandt kann er antidepressive Eigenschaften besitzen. So können die getrockneten Lavendelblüten abends oder bei entsprechenden Verstimmungen als Tee getrunken werden und auf diese Weise bei Einschlafstörungen, nervösen Unruhezuständen oder Herzklopfen helfen. Ein paar Tropfen Lavendelöl auf das Kopfkissen haben ebendiese Wirkung durch Förderung und Anregung der Serotoninproduktion im Gehirn. Weniger geläufig dürfte seine Anwendung bei Stoß- oder Brandwunden sein, ein paar Tropfen auf diese aufgetragen, wirkt desinfizierend und heilungsfördernd, noch wichtiger aber: schmerzlindernd! In Duftlampen oder als Raumspray eingesetzt wirkt es neben dem überwiegend als sehr angenehm empfundenen Duft ebenfalls zur Abwehr von Insekten sowie auch desinfizierend. Nach einem Sonnenbrand aufgetragen, beruhigt es die gereizte Haut, hier sollte das ätherische Öl in ein sogenanntes Trägeröl wie Mandel- oder z.B. Jojobaöl eingebracht werden. Und auch bei Grippe oder Bronchitis kann es entzündungs- und krampflösend hinsichtlich der damit einhergehenden unangenehmen Reizhustenattacken wirken.

Abzugrenzen ist sein Anwendungsbereich vom Lavandin, welches aufgrund seines deutlich höheren Mentholgehaltes vorwiegend zur Beduftung eingsetzt wird und eine eher anregende Wirkung hat, z.B. daher gut bei Kreislaufschwäche eingesetzt werden kann durch Inhalation oder Auftragen auf die Schläfen. Hierbei aber Vorsicht, denn auf offene Hautstellen oder Wunden aufgetragen, kann das enthaltene Menthol schnell reizend wirken.

Mischen Sie sich Ihre eigenen Duft- oder Wirkkomponenten mit Hilfe eines neutralen Öls aus dem Bio-Laden wie das aufgeführte Mandel-, Jojoba- oder auch Avocado-, Wildrosenöl oder verschiedene unbehandelte Nussöle. Der Phantasie sind – fast – keine Grenzen gesetzt. Über die Einsatz- und Anwendungsgebiete weiterer ätherischer Öle werden wir berichten :-)

 

 

 

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>